Koalition
Fluch der ruhigen Hand

Immerhin hat die schwarz-rote Koalition ihr Problem erkannt: Niemand weiß, wozu es diese Kombination ab 2008 noch geben soll – am wenigsten sie selbst.
  • 0

Die Landtagswahlen werden den Parteienstreit von Union und SPD beflügeln. Die Reformen, die im Koalitionsvertrag Ende 2005 vereinbart wurden, werden bis dahin großenteils entweder abgearbeitet oder am Grundsatzstreit zwischen Union und SPD gescheitert sein. Ab Januar 2008 dehnen sich also bis zur Bundestagswahl Ende 2009 endlose Monate ohne Programm für die große Koalition. Eine neue Zielbestimmung per Kabinettsklausur im August hat die Regierung daher bitter nötig.

Wie gefährlich eine Politik der ruhigen Hand werden kann, weiß Angela Merkel (CDU), seit diese Art des Verzichts auf politische Gestaltung für ihren Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) zum Fluch wurde, dessen Bann erst die Naturkatastrophe der Elbflut brach. Anders als Schröder 2002 wird Merkel 2008 zwar wahrscheinlich eine gute Konjunktur vorfinden, die sie stützt. Dies wird aber nicht für den Titel „erfolgreiche Kanzlerschaft“ reichen:

Kommentare zu " Koalition: Fluch der ruhigen Hand"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%