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Kommentar: Abdullahs Zwickmühle

Der Tod König Fahds bedeutet für Saudi-Arabien keine Zäsur. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Seit seinem Schlaganfall vor zehn Jahren war Fahd nur noch protokollarisch eine politisch relevante Figur. Am Ruder des Staates stand sein Halbbruder Abdullah, der nun zum neuen Herrscher gekürt wurde.

Zwar hat Abdullah ebenso wie Fahd einen pragmatischen, insbesondere gegenüber den USA wohl gesonnenen Kurs gesteuert. Dass seinem Land, immerhin die Heimat eines Osama bin Ladens, in den letzten Jahren häufig eine politische Implosion prognostiziert wurde, konnte er aber nicht verhindern. Denn eingeschnürt von fundamentalistischen Wahabiten auf der einen und einer korrupten Prinzenclique auf der anderen Seite hat er Reformen allenfalls in Nuancen gewagt. Es stellt sich also die Frage, ob Abdullah, nun als König, den wichtigsten Ölversorger auf unserem Globus aus dieser Zwickmühle befreien kann.

Denn eines ist sicher: Jede politische Veränderung, gleichgültig in welche Richtung, wird in der gesamten arabischen Welt massive Wirkung zeigen.

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