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Kommentar: Abschied auf Raten

Bayer setzt den Umbau seiner Pharmasparte fort und reduziert sich dabei zusehends auf die Rolle eines Nischen-Spielers. Die gestern verkündete Allianz mit dem US-Konzern Schering-Plough läuft darauf hinaus, dass man einen Großteil des US-Vertriebs in fremde Hände gibt. Als ernst zu nehmender Akteur im Massengeschäft mit den Allgemeinmedizinern wird sich der Leverkusener Konzern damit in Nordamerika verabschieden.

Das mag angesichts der Bayer-Historie bitter erscheinen. Wirtschaftlich indessen macht der Deal der beiden angeschlagenen Konzerne durchaus Sinn. Denn nach dem Patentablauf beim bisherigen Bestseller Ciprobay muss Bayer einen weiteren Umsatzeinbruch in den USA verkraften. Der Konzern stand damit vor der Alternative, in Produkte zu investieren oder aber seine Vertriebskapazitäten drastisch zu reduzieren. Für dieses Dilemma bietet die Kooperation mit Schering-Plough eine relativ elegante Lösung. Aus dem klassischen Pharmageschäft indessen wird sich Bayer damit noch ein Stück weiter zurückziehen.

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