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Kommentar: Ackerschützer teilen Weltmarkt auf

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Lange hat Pflanzenschutz-Weltmarktführer Syngenta zugesehen, wie sich seine Konkurrenten Monsanto und Bayer Crop Science über ihre Patente in der Grünen Gentechnik bis aufs Messer gestritten haben. Jetzt haben die Streithähne den Charme einer Verständigung entdeckt, und beim Schweizer Agrokonzern ist Katzenjammer angesagt.

Denn was die Ackerschützer in St. Louis/Missouri und Monheim da ausgeheckt haben, ist nichts weniger als eine Aufteilung des Weltmarktes für Grüne Gentechnik. Weil sie sich durch gegenseitigen Patentzugriff praktisch auf eine gemeinsame gentechnische Plattform geeinigt haben, werden es Anbieter mit inkompatiblen Technologien schwer haben. Das gilt besonders im Massengeschäft mit herbizidresistenten Nutzpflanzen. Das Management des Basler Agroriesen dürfte geradezu in den Tisch beißen, weil dies auch noch völlig legal ist. Denn kein Kartellwächter der Welt wird Bayer und Monsanto vorschreiben, sich zum Wohl des Wettbewerbs weiter die Federn auszureißen. Der Dritte, dem das Lachen da so gründlich vergangen ist, dürfte nur eine Chance haben, in der Grünen Gentechnik weiter mit vorn zu bleiben: Syngenta müsste um Aufnahme in den Club bitten. abo.

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