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Kommentar: Agfa hatte seine Chance

Agfa Photo, gerade mal sieben Monate alt, ist insolvent. Mit der Ausgliederung aus dem Bildtechnik-Konglomerat Agfa-Gaevert wollte sich die Sparte auf ihre Wurzeln besinnen – auf Filme, Fotopapiere und vor allem Laborgeräte. Die Produkte hatten die alte Agfa einst groß gemacht, sorgten mit dem Aufkommen der Digitalfotografie aber auch für ihren Niedergang. Der Markt für Filme brach ein und im gleichen Zuge auch das Bildergeschäft.

Und doch gab es für die Agfa-Belegschaft einen Hoffnungsschimmer. Die Digitalfotografen haben das Papierbild neu entdeckt. Die Großlabore melden Rekordzuwächse bei den Aufträgen. Die hereinbrechende Bilderflut zwingt die Betriebe, neue Maschinen anzuschaffen, um die digitalen Daten aufs Papier bringen zu können. Agfa konnte als einziger Hersteller die benötigten Geräte liefern. Ein Quasi-Monopol. Diese Chance ist jedoch vertan. Das analoge Geschäft war ein zu großer Ballast. Sollte Agfa nicht gerettet werden, wird ein weiterer großer Name der deutschen Fotoindustrie verschwinden – einer der letzten.

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