Kommentar
Alle blicken auf Merkel

Der Handkuss von Staatspräsident Chirac wird Angela Merkel bei ihrem Antrittsbesuch in Paris nicht darüber hinweg täuschen können, welch schwierige Aufgaben in Europa auf sie warten.

Da sind zum einen die drängenden Probleme, wie der nächste EU-Haushalt und die WTO-Verhandlungen, wo es überall knirscht. Da ist zum anderen aber auch das selbst verschuldete Politchaos in Europa, das es schwer werden lässt, Verlässliche Verhandlungspartner zu finden.

In Frankreich strauchelt die Regierung von einer Krise in die nächste. In Großbritannien wartet alles auf den Wechsel von Blair zu Schatzkanzler Brown. In Polen versucht eine neue Regierung, mühsam Tritt zu fassen und in Italien wartet man gespannt auf das Ende von Berlusconi.

Wer also soll Europa wieder nach vorne bringen? Die viel beschworene Kontinuität kann es in der Außenpolitik kaum geben. Merkel muss sehr viel früher als geplant mit eigenen europapolitischen Vorstellungen voran gehen. Auf alte Achsen und Freundschaften können sie dabei nicht bauen.

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