Kommentar: Amerikas Obsession mit der Regionalmacht Iran

Kommentar
Amerikas Obsession mit der Regionalmacht Iran

Obama will die Situation im Atomkonflikt mit dem Iran so lange stabilisieren, bis er die nächste Amtsperiode erreicht hat.
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Bürokratische Trägheit und ideologische Fixierung prägen die US-Außenpolitik. Eine Phalanx von Diplomaten, Geheimdienstlern und Militärs wacht über ihre Mittel und Wege, Journalisten und Akademiker stellen das intellektuelle Rüstzeug für den Apparat. Der Kongress liegt ihr zu Füßen. Amerikas Präsidenten verfügten nur selten über die intellektuellen und politischen Fähigkeiten, um größere Veränderungen in der Außenpolitik durchzusetzen. Sie sind die unfreiwilligen Erben ihrer Vorgänger.

Weder die Niederlage in Vietnam noch das Ende des Kalten Krieges hat Amerikas Trachten nach globaler Hegemonie beendet. Dennoch werden wir aus Afghanistan vertrieben und haben den Irak verlassen. Pakistan ist halb Verbündeter und halb Feind. Ägypten ist unberechenbar, die Türkei unabhängig geworden. Und Israel ist ein unbotmäßiger Klientelstaat. Aber noch akzeptiert die US-Regierung Israels Sichtweise zu Iran und dessen Nuklearprojekt als gigantische Bedrohung.

Iran ist eine Obsession für Amerika seit dem Umsturz im Jahr 1979. Auch ohne Israels Einfluss lehnen die USA alle regionalen Machtambitionen der iranischen Republik ab. Sie leisteten Saddam Hussein militärische Hilfe beim Krieg gegen Iran, sie finanzieren die Gegner des Regimes und rüsten sie auch auf. Der US-Apparat weiß nur allzu genau, dass der besonnene religiöse Führer Chamenei und nicht der erratische Präsident der eigentliche Herrscher Irans ist. Ahmadinedschad ist Allahs Geschenk an die Amerikaner, er legitimiert die US-Kampagne zur Isolierung Irans.

Natürlich spielt auch Israels Lobby eine wichtige Rolle in dieser Kampagne. Die Stärke dieser Lobby resultiert aus nationalen Allianzen. Ihre stärksten Anhänger sind die fundamentalistischen Protestanten. Sie betrachten den jüdischen Staat als Wächter gegen die Bedrohung durch das Jüngste Gericht, durch das die Juden verschwinden würden. Im außenpolitischen Apparat sind die Unilateralisten die unverzichtbaren Verbündeten der israelischen Lobby. Sie kritisieren Obama für seine Passivität und dafür, Zugeständnisse an eine Atommacht Iran vorzubereiten. Diese Kritik stammt direkt aus der israelischen Regierung.

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Topleute im israelischen Regierungsapparat lehnen Angriff auf Iran ab

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  • @ mcxsv

    ich bin alles andere als eine Friedenstaube, aber Ihr Gequatsche ist unerträglich und lediglich von der Bildzeitung inspiriert.
    Sie haben definitiv keine Ahnung, hören und sehen Sie die Links oben!!

    Iran hat (lt. aller Geheimdienste dieser Welt) kein A-Bombe, die Iraner haben IMMER alle Auflagen der IAEO erfüllt. Erst seit dieser japanische Kopfnicker die Führung in der IAEO übernommen hat, werden dubiose und nicht näher verfizizierbare angebliche Geheimdienstnachrichten wieder verwendet, diese stammen aus den gleichen Quellen wie die Berichte über angebliche A und C Waffen für den Irak! Sie können sich noch erinnern??

    Selbst Anlagen die in Planung sind, wurden bereits in dieser Phase der Atombehörde in Wien vorgelegt.

    Iran hat seit jahrhunderten kein anderes Land mehr angegriffen, Israel ist seit 60 Jahren im Dauerkrieg mit ALLEN Anliegerstaaten. Die wahnsinnigen radikal zyonistischen Gruppierungen (Barack/Nethanjahu/Liebermann usw.) wollen diesen Krieg um einen geopolitischen Gegner zu beseitigen.

  • 10 Jahre vergeblicher diplomatischer Bemühungen sollten eigentlich auch der letzten Friedenstaube klargemacht haben das der Iran die Atombombe will.
    Der Westen wäre gut beraten dies mit allen Mitteln zu verhindern. Die Zeit der Gespräche ist vorbei. Die einzige Option gegen eine iranische Atombombe ist ein Angriff auf die Atomanlagen.

  • Sehr richtig! Es geht doch nicht um das iranische Atomprogramm: alle Unklarheiten diesbezüglich waren bereits 2008 ausgeräumt, aber die USA sind es, die ständig neues Öl ins Feuer gießen: http://irananders.de/analysen/news-analysen/article/irans-nukleare-ambitionen-und-ihre-unklarheiten.html - welche Rolle Öl sonst noch in der Angelegenheit spielt, darüber kann man spekulieren. Die Israelis scheinen eher nützliche Idioten zu sein - greifen sie Iran an, "muss" die USA ja zu Hilfe kommen und sie sind schuld. Will man wirklich Entspannung mit Iran, dann muss man es wie einen Partner behandeln, wie andere Länder, die ihre Fehler haben, aber deshalb nicht ausgegrenzt werden. Oder warum traut man sich nicht, mit China oder Russland, die sich auch nicht gerade kleinlaut zeigen, so umzuspringen? Weil sie weitaus mehr hochgerüstet und stärker sind als Iran. Das aber trotzdem explizit auf Atomwaffen verzichtet und damit seine Verpflichtungen aus dem NPT einhält - im Gegensatz zu seinen Verhandlungspartner, den Atommächten die entgegen ihren Verpflichtungen ihre Atomwaffen seit 1970 nicht abgerüstet haben, wie es der NPT vorschreibt. Traurig ist, dass wir Europäer keine souveräne Politik betreiben.

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