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Kommentar: Bahnfahren - eine Preisfrage

Menschen, die geduldig anstehen, um sich Fahrkarten für eine Fernreise auf der Schiene zu kaufen - das gehört sicher zu den Wunschträumen von Bahnchef Hartmut Mehdorn. Heute hat er sich für Stunden den Traum erfüllt. Nicht vor seinen Schaltern in den Bahnhöfen, sondern vor Filialen des Discounters Lidl.

Die Rechnung der Bahn, mit einem Kontingent von Blanko-Tickets zum attraktiven Pauschalpreis von 49,90 Euro Kunden im Supermarkt zu gewinnen, ging in kürzester Zeit auf. Bei einem Fernverkehrsumsatz von über einer Milliarde Euro im Jahr sind die erwarteten 25 Mill. Euro Umsatz wenig mehr als ein Zubrot. Doch als kostenlose Beigabe bekommt die Bahn ein breites Medienecho - und die Erkenntnis, dass Bahn oder nicht für viele Verbraucher keine ideologische, sondern eine Preisfrage ist.

Dass im Vorfeld die Reisebüros und ausgerechnet die Stiftung Warentest Front gegen das Angebot machten, wird Mehdorn traumlos schlafen lassen. Er kann es als typisch deutsche, dauernörgelnde Bedenkenträgerei abbuchen.

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