Kommentar Bankenunion ist eine Chiffre für Transferunion

Ein gemeinsames Einlagensicherungssystem im Euro-Raum, wie es EU-Kommissionspräsident Barroso vorschlägt, wäre ein weiterer Schritt in die Transferunion. Gerade Deutschland würde dadurch massive Nachteile erfahren.
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Sven Afhüppe ist stellvertretender Handelsblatt-Chefredakteur. Quelle: Pablo Castagnola

Sven Afhüppe ist stellvertretender Handelsblatt-Chefredakteur.

(Foto: Pablo Castagnola)

Europa diskutiert über ein neues Zaubermittel zur Euro-Rettung: die Bankenunion. Hinter der Wortschöpfung steht ein Plan für eine einheitliche Bankenaufsicht, ein gemeinsames Einlagensicherungssystem im Euro-Raum und einen europäischen Abwicklungsfonds für marode Banken. Die Idee hatte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, jener Mann, der auch schon Euro-Bonds zum Allheilmittel auserkoren hatte.

Es wäre also Vorsicht angebracht. Stattdessen erfährt das Konzept einer Bankenunion breite Unterstützung, selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble loben die Pläne. Wie so oft in Krisenzeiten verschweigen die Politiker die Nebenwirkung einer solchen Operation.

Doch gerade die Pläne zur Vereinheitlichung der europäischen Einlagensicherungssysteme und die Gründung eines zentralen Abwicklungsfonds führen Europa noch stärker in eine Transferunion. Für den Zustand ihrer Banken sind die Euro-Länder erst einmal selbst verantwortlich.

Schließlich sind die Gründe für die jeweilige Schieflage einer Bank höchst unterschiedlich. Mal platzen Immobilienkredite, mal verzocken sich Investmentbanker, mal können Unternehmen wegen eines Einbruchs der heimischen Wirtschaft ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen.

Warum also sollten Länder mit stabilen Banken, die ein solides Geschäftsmodell haben, für marode Institute in Nachbarländern geradestehen? Warum sollen über ein einheitliches Einlagensystem in Europa die Sparer von Deutscher Bank, Commerzbank und Sparkassenverbund für die Probleme einer spanischen Bankia zahlen?

Bankenaufsicht muss verbessert werden
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14 Kommentare zu "Kommentar: Bankenunion ist eine Chiffre für Transferunion"

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  • Wir deutschen sind ein traditionelles hart arbeitendes Land. Wir verstehen mit Geld umzugehen und schätzen dies auch. (zumindestens ich) Wir expotieren mehr als das wir importieren, weil wir mit unseren Gütern sorgpfältig umgehen.
    Jetzt nach über 10 Jahren wo uns der Euro nur gutes getan hat, kein anderes Land ist Volkwirtschaftlich so stark wie wir in der EU, müssen wir jetzt wieder bezahlen. Das haben wir schon nach dem zweiten Weltkrieg machen dürfen. Die anderen Länder finden immer eine Lücke wo SIE uns Erpressen können. Weil die zu Faul sind Ihre eigene Wirtschaft durch die Kaufkraft anzukurbbeln. Die Einstellung der Südländer ist zu kotzen. Auf der anderen Seite, wir sind auch noch so gutmütig (Politiker) und sagen zuallem Ja und ahmen. Wer fragt eigentlicht das DEUTSCHE VOLK KEINER. Warum gibt es bei uns keine VOLKSABSTIMMUNG??? Dann würden wir bei dem jetzigen auch nicht mit machen. Für andere gerade stehen. Vielleicht noch, können wir machen- dann wird aber alles deutsch und die Tanzen nach unsere Pfeife. Anderes gesagt- Sie geben uns einen Teil Ihres Landes als Pfand, und jeder der dort lebet muss deutsche Steuern zahlen lebt nach deutscher Vorschrift u.s.w.

  • Was ist Ihnen da ein Rätsel?
    Es geht um die Errichtung einer Weltregierung, einer Weltdiktatur und die Zerstörung der homogenen Völker.

    Sagen Sie bloß, sie fallen noch immer auf das bunte Farbe-Wechsle-Dich-Spiel der Parteiendemokratur herein und haben noch nicht erkannt, daß seit Jahrzehnten alle großen und wichtigen Entscheidungen unabhängig von Wahlausgängen stattfinden?

  • Es ehrt das HB und Sven Afhüppe als stellvertretender Handelsblatt-Chefredakteur mahnende Worte zu sprechen.
    Aber es ist leider zu spät!Wie konnte das geschehn?
    Was mir bis heute rätselhaft ist: es waren SPD, B 90/GR und vor allem die SPD (Eichel!!!/Steinbrück!),
    www.bundestag.de/dokumente/datenhandbuch/06/06_06/06_06_01.html
    die völlig BLIND vor den Konsequenzen des Abbaus „überflüssiger Regulierungen“ und dem „Ausbau des Verbriefungsmarktes“ (Derivate, CDS) für den Finanzmarkt waren!!!
    Alles unter der Regie von Jörg Asmussen.... ;)
    de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Asmussen
    der inzwischen eine bemerkenswerte Karriere gemacht hat ^^

    Warum verschweigt man geradezu, daß das Europäische Währungssystem I (EWS I) bzw. der Wechselkursmechanismus samt ECU hervorragend funktionioert haben!?
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Lexikon/EUGlossar/E/2005-11-16-europaeisches-waehrungssystem-i.html

    Achso: da war es ja noch eine EWG, eine Wirtschaftsunion im Europa der Vaterländer gelle...
    und keine vorrauseilendes Wunschdenken zwecks Vereinigter Staaten von Europa... purer Wahnsinn!

  • hartgeld.com
    deutsche-mittelstands-nachrichten.de

  • Die immer lauter und unverblümter vorgetragenen Forderungen nach Bankenunion, Fusion der Sicherungsfonds, Euro-Bonds etc. zeigen vor allem eines: Die Club-Med-Länder werden in ihren Forderungen immer anmaßender und unverschämter. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sie uns Deutschen an den Grenzen einfach die Geldbeutel abnehmen und wir mit der Knarre eines Club-Med-Zöllners am Kopf auch noch am Geldautomaten unsere Konten plündern dürfen. Deutschland muss aus dem verdammten Euro raus, und zwar schnellstmöglich!

  • Das widerliche Erpressungs-Schauspiel der EU gegen Deutschland wird immer intensiver. Der alternativlose Horror vergrössert sich jeden Tag, damit Deutschland immer mehr Preis gibt in ein korruptes, uferloses Fass ohne Boden.

    Barosso ist ein Erpresser, Hollande auch. Frau Merkel treten Sie den Herren doch in den Allerwertesten ! Es wird höchste Zeit, dass Deutschland aus dem EURO aussteigt.

    Frau Merkel, und grinsen sie doch nicht immer so süffisant zynisch in die Kameras, als wären die Zuschauer bockige Kinder und sie sowieso am längeren Hebel sitzen. Ihren Befugnisraum im Rahmen der deutschen Pseudo-Demokratie haben Sie jedenfalls schon lange überschritten. Ist Ihnen aber egal, ich weiss.
    Verflucht sei der Tag, wo Sie Kanzlerin wurden in Deutschland. ALle Konkurrenz mit konservativ-intelligenten Inhalten ist kaputt gebissen in CDU und CSU.

  • Ja, die gemeinsame Einlagensicherung und Transferunion ist ein weiterer Schritt Richtung Transferunion mit möglicherweise beklagenswerten Nebenwirkungen.

    Die einzig sinnvolle Frage ist aber doch: welche Alternative gibt es hierzu?

    Die Alternative ist ein bank run auf die spanischen Banken mit der Folge des Zusammenbruchs des Zahlungsverkehrs in Spanien, und entweder dem unmittelbaren oder kurz darauf folgenden Bankrott des spanischen Staates. Dann kann sich Deutschland entscheiden den spanischen Staat direkt zu finanzieren (=Transferunion) oder den Euro zerbrechen zu lassen und damit eine Weltfinanzkrise mit u.a. dramatisch aufwertender DM und damit zusammenbrechender deutscher Exportwirtschaft zuzulassen.

    Demgegenüber ist eine Einlagensicherung, die heute keinen Cent kostet, mit möglichen langfristigen moral hazard Problemen vorzuziehen. Auch hier trifft die inzwischen gängige Analogie zu, dass man sich im brennenden Haus um die Löschung des Feuers statt um das Aufstellen von Brandmeldern kümmern muss.

  • Jaja, alles ablehnen ist einfach. Aber wo ist denn mal ein praktikabler Vorschlag, wie mit den gigantischen Ungleichgewichten innerhalb der Währungsunion tatsächlich umgegangen werden soll? Da kommen dann höchstens solche Forderungen nach "verschärfter Kontrolle", aber bitte erst ab 2015, und ab 2018 mehr Eigenkapital. Und das soll dann den derzeit stattfindenden Run auf die Südbanken aufhalten? Und wie bitteschön soll die neue, ermächtigte Bankenaufsicht denn eigentlich umgehen mit den dortigen Zombiebanken, sobald sie mehr Rechte bekommt? Sie einfach schließen und die Gläubiger und Sparer leer ausgehen lassen? Ist das wirklich Ihr ernsthafter Vorschlag?
    Mir kommen manche HB-Autoren vor wie die berühmten drei Affen, die nichts hören, sehen und sagen wollen.
    Währenddessen rasen wir Fullspeed auf den Crash zu.

  • Vielleicht kann man mit einer europaweiten Einlagensicherung einen Bank Run in Spanien oder Italien verhindern. Dafür werden dann aber hierzulande die Sparer ihr Geld von den Banken abziehen.

  • Bravo Herr Afhüppe!
    Endlich jemand, der den Grips und Mut aufbringt, diese Finte beim Namen zu nennen. In der Verdummungspresse wird in Orwellsprech ja sogar das Gegenteil daraus gemacht: Endlich nimmt Merkel die Banken an die Kandare.

    Es weiß zwar jeder beim eigenen Geld und Besitz genauestens darum bescheid, aber wenn es um supranationale Weltregierungsphantasien geht, dann auf einmal ist das eigene Geld bestens bei jemand anderem aufgehoben, der darüber bestimmen soll.
    Daran erkennt man, welch ungeheure Geisteskrankheit der Marxismus darstellt.

    So wie er dazu führt, daß man die Naturgesetze beim Menschen leugnet, also genetische Veranlagungen und Vererbung, Abstammungsgemeinschaften als künstlich einordnet, so wird diese Gesiteskrankheit auch beim Euro und der EUdSSR dazu führen, daß die Vernunft keine Chance hat, sd. daß die marxistische schwarz-gelb-rot-grüne NWO-Einheitsfront nur noch schneller die Abschaffung der Nationen, Souveränität und Selbstbestimmung vorantreiben wird.
    So wie schon die Kommunisten gewußt haben, daß die Paradies der Werktätigen nur dann eine Chance hat, wenn es sich ständig ausdehnt, denn sobald ein Land austritt und die Menschen erkennen, in was für eine Knechtschaft sie gezungen werden, bricht das ganze Lügengebäude zusammen.

    D.h. Griechenland wird - koste es was es wolle - bei der Stange gehalten werden, die Bankenunion und Schuldenunion wird kommen, genauso wie diese Verbrecher verrückt genug sind zu glauben, daß sie mit der zentralen Bürokratie die Verteilung von Milliarden besser bewerkstelligen könnten, als die nationalen und regionalen Regierungen.

    Da es sich bei der ganzen Politnomenklatura um eine globalistische Einheitsfront handelt und es längst keine Opposition, also Korrektiv mehr gibt, weil alles was nichtmarxistisch ist, diffamiert wird, wird der Wahnsinn auf die Spitze getrieben werden und in der Katastrophe enden.

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