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Bitte mehr Zahlen, Twitter!

Facebook und LinkedIn zeigen es: Soziale Netzwerke können ein gutes Investment sein. Doch ob das auch für den Kurznachrichtendienst Twitter gilt, ist noch unklar. Anleger sollten Vorsicht statt Euphorie walten lassen.
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DüsseldorfDie Ankündigung erfolgte selbstverständlich mit einem Tweet: Der Internet-Dienst Twitter will an die Börse gehen. Ob zufällig oder beabsichtigt, der Zeitpunkt ist gut gewählt. Soziale Netzwerke erweisen sich derzeit als gutes Investment. Facebook hat die Zweifel an seinem Geschäftsmodell ausgeräumt, der Aktienkurs hat sich erholt und kürzlich sogar einen neuen Rekordkurs erreicht; LinkedIn zeigt schon länger, wie lukrativ das Geschäft mit beruflichen Kontakten ist.

Dennoch sollten Anleger dem Ruf des Zwitscherdienstes nicht zu schnell erliegen. Es ist längst nicht ausgemacht, dass auch Twitter sich so erfolgreich entwickelt wie die beiden anderen Netzwerke. Bislang ist nur wenig über die Geschäfte des Unternehmens bekannt. Auch mit dem Antrag an die Börsenaufsicht SEC muss es noch keine Finanzdaten öffentlich machen – dank einer neuen Regelung für kleine Börsenanwärter mit weniger als einer Milliarde Dollar Umsatz.

Wie viel Umsatz und Gewinn macht das Unternehmen genau? Welche Bedrohung geht von der Konkurrenz aus? Und behalten die Gründer dank besonderer Aktien nach dem Börsengang die Kontrolle, ähnlich wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg? Erst kurz vor der Roadshow, wenn Twitter endlich Details nennen muss, erfahren Anleger genaue Zahlen, Risikofaktoren und Besitzverhältnisse. Was kleinen Unternehmen den Gang aufs Parkett erleichtern soll, ist für einen weltweit bekannten Namen unbefriedigend.

Dass Twitter aus seinen rund 300 Millionen Mitgliedern Kapital schlagen kann, steht außer Frage. Anders als Facebook macht sich das Unternehmen schon vor dem Börsengang Gedanken über das Geschäftsmodell. Es verdient vor allem an Werbebotschaften – promoted tweets –, die in den Nachrichtenstrom der Nutzer eingeschleust werden. Das funktioniert auch auf Smartphones und Tablet-Computern – das ist wichtig in einer Welt, in der der PC immer mehr an Bedeutung verliert.

Der Marktforscher E-Marketer schätzt, dass Twitter im kommenden Jahr rund eine Milliarde Dollar Umsatz macht. Dabei handelt es sich aber um eine Schätzung, Gewissheit kann erst der Börsenprospekt bringen. Also, Zahlen bitte!

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  • Twitter wird sich abnutzen, die paar Zeilen können kaum was aussagen und daher gehen sie auch noch bei der Menge unter. In ca. einem Jahr wird Twitter erodieren wenn nicht eine neue Geschäftsidee dazu kommt.

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