Kommentar
Böse Erinnerungen an Salomon

Auf einmal sind sie wieder da, die bösen Erinnerungen an Salomon. Die Frage steht im Raum: Scheitert der Sportkonzern Adidas erneut mit einer großen Übernahme?

Als die Franken heute Morgen ihren Ausblick für das nächste Jahr präsentierten, hatten viele Investoren genau diesen Eindruck. Denn die Integration der Neuerwerbung Reebok dauert deutlich länger als ursprünglich angekündigt. Ihre ehemalige Wintersport- und Outdoortochter Salomon hat Adidas nie in den Griff bekommen. Doch die Ängste sind übertrieben.

Denn Reebok lässt sich kaum mit Salomon vergleichen. Salomon war ein Hersteller von Skiern – ein Geschäft, von dem Adidas nichts verstand. Reebok hingegen fertigt Schuhe und T-Shirts, also genau das, was Adidas kann. Insofern ist es für den Konzern und für die Aktionäre zwar bedauerlich, dass Adidas nun mehr Zeit braucht, um Reebok zu sanieren. Ein Desaster wie mit Salomon ist aber nicht zu erwarten.

Allzu lange darf sich Konzernchef Hainer trotzdem nicht an Reebok abarbeiten. Je länger er braucht, desto ungeduldiger werden die Investoren. Schließlich war Reebok nicht gerade ein Schnäppchen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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