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Kommentar: Brutaler Terror der ETA

Außerhalb Spaniens ist das menschenverachtende Vorgehen der ETA rational nicht nachvollziehbar. Doch die Spanier und vor allem die Basken sind schon lange die Opfer der Terror-Strategie.

Die spanische Regierung sieht die baskische Terrororganisation ETA hinter den grauenhaften Bombenanschlägen in Madrid. ETA war in den vergangenen Monaten durch eine erfolgreiche Polizeiarbeit der konservativen Regierung geschwächt worden.

Doch wie schon in der Vergangenheit zeigt sich, dass Hoffnungen auf eine entscheidende Lähmung der Organisation verfrüht waren. Mit nie da gewesener Brutalität reagiert die Bande darauf, dass ihr Spielraum enger geworden ist. Politisch ist sie so isoliert wie nie, da auch die gemäßigten Separatisten sich endlich von ihr distanzieren.

Außerhalb Spaniens ist das menschenverachtende Vorgehen der ETA rational nicht nachvollziehbar. Doch die Spanier und vor allem die Basken sind schon lange die Opfer der ETA-Strategie: Sie will einen autoritären Staat herbeibomben, will Repression erzwingen, mit dem Kalkül, selber dadurch gestärkt zu werden. Die Europäer müssen Spanien stützen: Im Kampf gegen den Terror, und darüber hinaus durch Ablehnung eines zunehmend virulenten Separatismus, der im Baskenland und in Katalonien auf die Trennung vom spanischen Staat zielt.

Thomas Hanke
Thomas Hanke
Handelsblatt / Korrespondent in Paris
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