Kommentar

Daimler-Krise ohne Ende

Jürgen Schrempp liefert seinen erwarteten Auftritt auf der Daimler-Hauptversammlung in Berlin. Er verkündet seinen Aktionären, dass es mit dem Stuttgarter Automobilkonzern jetzt endlich aufwärts gehen wird.
Stefan Menzel ist stellvertretender Ressortleiter beim Handelsblatt Quelle: Handelsblatt

Stefan Menzel ist stellvertretender Ressortleiter beim Handelsblatt

(Foto: Handelsblatt)

Positive Signale bei Chrysler, Mitsubishi auf Sanierungskurs. Nichts daran ist neu für die Aktionäre. Solche Ankündigungen sind sie von Schrempp gewohnt. Seit Jahren wiederholt der Daimler-Chef, dass das Management die großen Baustellen des Unternehmens in den Griff bekomme.

Doch leider ist in all den Jahren nicht genügend passiert. Chrysler steckt immer noch in der Krise, bei Mitsubishi in Japan tun sich fast täglich immer wieder neue Milliardenlöcher auf. Jürgen Schrempp gibt in Berlin keine Antwort auf die Frage, warum ihm seine Anteilseigner ausgerechnet jetzt glauben sollen. Die Daimler-Führung wendet das alte Rezept an: Wieder werden den Töchtern Chrysler und Mitsubishi Milliarden hinterher geworfen – ohne Aussicht auf Erfolg. Schrempp steckt in der Glaubwürdigkeits-Krise, ein Ende ist nicht in Sicht.

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