Kommentar: Das Fass läuft über

Kommentar
Das Fass läuft über

Die Vorwürfe der Kursmanipulation und Bilanzfälschung gegen die Internetfirma Livedoor sind der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Mit mehr als 16 000 Yen für den Nikkei-Index war der japanische Aktienmarkt auf einem Stand angekommen, bei dem viele Strategen in diesem Jahr nicht mehr viel Raum nach oben sahen. Internationale Investoren, deren Käufe die Kurse hochgetrieben hatten, dachten nach einer Umfrage der Investmentbank Merrill Lynch im Januar zunehmend ans Verkaufen.

Dies zusammen mit der für den zweitgrößten Finanzplatz der Welt höchst unzulänglichen Infrastruktur der Tokioter Börse sind die Gründe dafür, dass der Livedoor-Skandal zu einem Echo an der Börse führen konnte, das das des Skandals um das Bahnunternehmen Seibu Railway im vergangenen Jahr weit übertroffen hat. Nun steht vor allem für einige Internetwerte mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen bis zu 70 oder 80 eine Phase der Korrektur an. Doch die Fundamentaldaten bleiben positiv, zur Panik gibt es keinen Grund.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland
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