Kommentar
Der ARD fehlen die Konzepte

Das alternde Publikum der ARD scheint die dortigen Programmmacher träge gemacht zu haben. Obwohl der Sender dringend junge Zuschauer braucht, fehlen neue Konzepte. Und die alten Stars sind mehr Krankheit denn Heilung.
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Es sind die bittersten Wochen für Thomas Gottschalk in seiner langen TV-Karriere. Seine Unterhaltungsshow „Gottschalk live“ im ARD-Vorabendprogramm schafft es nicht aus dem Quotenkeller. Falsche Studiogäste, müde Gags und jede Menge langweiliges Gerede – eine TV-Legende droht sich derzeit selbst zu demontieren.

Auch ein Neustart in der vergangenen Woche brachte den erhofften Durchbruch nicht. „Gottschalk live“ bleibt eine Flop-Show. Das Plauderformat im Ersten erreicht nicht einmal die Hälfte der erhofften Zuschauerquote von zehn Prozent. Das ist sehr bitter für den früher so populären Entertainer. Denn er droht angesichts seines wochenlangen Misserfolgs zur Witzfigur zu werden. Bösartige stimmen bereits den Abgesang auf den „TV-Opa“ an.

Der Quotenkiller Gottschalk ist auch bitter für die ARD. Denn eine geringere Reichweite bedeutet auch weniger Geld im werbefinanzierten Vorabendprogramm. Die Sympathiekundgebungen der ARD-Intendanten für den einst erfolgreichsten TV-Unterhalter im deutschen Fernsehen schwinden.

Das ist kein Wunder, denn Sendungen mit teilweise weniger als einer Million Zuschauer kurz vor der „Tagesschau“ kann sich die ARD nicht lange leisten. Sie muss handeln. Wenn Gottschalk und die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment, eine Tochter des Bertelsmann-Konzerns, kein Wunder vollbringen, bleibt der ARD nichts anderes übrig, als Ende April auszusteigen.

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Kommentare zu " Kommentar: Der ARD fehlen die Konzepte"

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  • das dürften eher die x100.000er Gehälter und sicheren Partei-Seilschaften der "Programm-Verantwortlichen" sein,aber selbst 300+ Ideen des ZDF kommen gegen billig Wdh der Propaganda-filmchen aus den Mülltonnen v Hollywood nicht an !

  • Korrekt!
    Neue Konzepte werden erst notwendig, wenn sich die Höhe der GEZ Gebühren nach der Einschaltquote richtet.
    Dies wird wahrscheinlich nie passieren.
    Ich wäre sofort für pay per view!

  • Wozu braucht die ARD Konzepte? Solange der GEZ-Gebührenzahler zur Zwangsabgabe per Gesetz gezwungen wird, dürfen die öffentlich rechtlichen Staatsfernsehsender mit dem Geld machen, was sie wollen. Was der Zuschauer will ist doch egal. Die Volksmusikfans kommen allemal auf ihre Kosten. Die Hirnwäsche wirkt. Merkel ist beliebt. So darf die ARD weiterhin konzeptlos agieren. Zur Not werden die Gebühren einfach erhöht, damit die Aktuelle Kamera weiterhin die von Merkel verordneten Nachrichten präsentieren kann.

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