Kommentar: Der deutsche Fußball braucht Frieden

Kommentar
Der deutsche Fußball braucht Frieden

Der an sich belanglose und lange überraschend harmonische Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München geriet aus den Fugen. Eine Wiederholung schadet dem deutschen Fußball.
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DortmundWenn sich zwei streiten, haben auch immer beide Schuld. Aber manchmal auch einer mehr als der andere. So war es beim Bundesliga-Gipfel am Samstagabend in Dortmund.

Das Spiel selbst war sehr fair. Die Fans beider Lager feierten zwischenzeitlich gemeinsam die Erfolge auf der europäischen Bühne und die Vormachtstellung ihrer Clubs in der Bundesliga. Am Spielfeldrand geriet jedoch die alte Feindschaft mit ihrem hässlichsten Gesicht völlig unnötig zum Vorschein. Wenn sich dieses im Finale der Champions League wiederholt, kann das den Aufschwung des deutschen Fußballs ernsthaft gefährden.

Der Auslöser waren mehrere Zweikämpfe zwischen Bayerns Rafinha und Dortmunds Außenstürmer Blaszczykowski. In der ersten Halbzeit stieg der Pole ruppig ein, nach rund einer Stunde revanchierte sich der Bayern-Verteidiger. Beinahe Allerweltsfouls, so könnte man sagen - zwei von vielen, also kaum der Rede wert.

Doch Rafinhas Grätsche passierte einen Meter vor Borussen-Coach Jürgen Klopp, der daraufhin wutentbrannt umhersprang und auch nach danach die Stimmung unnötig anheizte. Vor allem davon angestachelt folgten dann unsportliche Szenen von beiden Seiten. Der Bayern-Verteidiger traf den Dortmunder Stürmer nach einem Foul von ihm mit dem Ellbogen im Gesicht. Die Folge dieser Szene war unter anderem eine gelb-rote Karte für Rafinha.

Das bis dahin ansehnliche Spiel wurde so kaputt gemacht. Denn: Am Spielfeldrand gifteten sich vor allem Klopp und Bayerns Sport-Vorstand Matthias Sammer übel an. Der ehemalige Borusse wollte nicht zurückstecken. Wäre es um etwas gegangen, die Lage hätte auch auf dem Platz eskalieren können.

Im Finale der Champions League dürfen sich ähnliche Szenen aus mehreren Gründen nicht ansatzweise wiederholen. Der Motto muss lauten: Anzug an, die große Bühne beachten und sich der Welt als Sportsmänner präsentieren! Wie fatal wäre es, wenn die Millionen, vielleicht auch Milliarden Fußballfans im bedeutendsten Spiel dieses Jahres zwei deutsche Clubs erleben, die sich unsportlich angiften?

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Gute Stimmung würde der Nationalmannschaft helfen

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  • Gemeint war natürlich der Artikel, nicht der Kommentar.

  • Auch in meinen Augen leider ein mangelhafter und nicht schlüssiger Kommentar.

    Sie lassen das Durchsickern der Vollzugsmeldung des Transfers völlig außer Acht. Das war jedoch die viel problematischere Stillosigkeit.

    Die Spieler vom FC Barcelona und Real Madrid gehen seit Mourinhos Verpflichtung aufeinander los, konnten das aber offensichtlich von ihrem Engagement in der Nationalelf trennen.

    Meines Erachtens macht genau diese Emotionalität den Fussball aus. Vielleicht kommentieren Sie in Zukunft mal eine Oper oder ein Theaterstück.

    Viele Grüße

  • @Helge
    Gerade sie als Gladbachfan wissen doch,dass auch Dortmund den abgebenden Verein nicht früh- bzw. Rechtzeitig informiert, wobei ich das in beiden Fällen in Ordnung und normal empfinde.
    Die aktuellen Anfeindungen finde ich gerade von Seiten Watzke scheinheilig!
    Das CL-Finale wird auch ein hoch emotionales Spiel aber das wollen wir doch.
    Fußball lebt von Emotionen, wer das nicht abkann, soll zum Schach gehen
    Ps. Ich gönne den Bayern das Tripple von ganzem Herzen

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