Kommentar
Der große Basar

Endlich ist es geschafft: Die Postbank ist an der Börse, die Aktie hält sich gut oberhalb des Ausgabepreises. Damit hat die Monate lange Zitterpartie ein Ende gefunden. Das ist gut für die Post, die Postbank und den deutschen Finanzplatz.

Kehren damit die alten Zeiten zurück, in denen Aktienemissionen ein schnelles Geschäft für die Banken waren – und für Anleger, die zeichneten und wieder ausstiegen? Zum Glück nicht. Denn die alte Börsenseligkeit war nur möglich in einer Welle von Euphorie, die die Kurse weit über langfristig realistische Werte hob. Danach kam die Rechnung.

Der Börsengang der Postbank ähnelte eher einem großen Basar. Gefeilscht wurde mit allen Tricks und bis zur letzten Minute. Die Post und die großen Fonds spannten auch die Presse ein, um Druck aufeinander auszuüben. Die Juristen waren gefragt, um auszuloten, welche überraschenden Veränderungen des Angebots gerade noch verträglich waren.

Doch warum nicht? Auf Basaren geht es chaotisch zu. Aber am Ende werden in der Regel realistische Preise gefunden.

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