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Kommentar: Der Hurrikan als Argument

Drei Effekte hat der Hurrikan in New Orleans auf die Rückversicherer. Zum einen schlägt er auf die Rechnung des Jahres 2005 durch. Die Unternehmen müssen ihre Reserven angreifen oder sogar – wie die Hannover Rück – ihre Gewinnprognosen revidieren. Der zweite Effekt geht in die andere Richtung: Katastrophen sind, so groß das menschliche Leid auch ist, für die Rückversicherer immer ein gutes Argument in ihren Preisverhandlungen. Und sie sind gerade jetzt sehr darauf bedacht, die Preise stabil zu halten, den Absturz in ein zyklisches Tal zu verhindern.

Der dritte Effekt ist langfristig: Wenn Katastrophen dieser Art sich häufen, wird die Branche irgendwann doch an die Grenzen stoßen. Sie wird versuchen, stärker als bisher Risiken in den Kapitalmarkt zu geben über so genannte „Katastrophenbonds“, die hohe Zinsen gegen Risikobeteiligung bieten. Aber die Gesellschaften werden auch immer mehr Risiken für unversicherbar erklären – und das schafft noch mehr Leid.

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