Kommentar
Der Vatikan braucht keine Bank

Papst Franziskus räumt bei der skandalträchtigen Vatikanbank auf. Aber warum braucht der Kirchenstaat überhaupt ein eigenes Geldhaus? Nur eine externe Bank könnte die Probleme wirklich lösen.
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Das Ior wird umgebaut. Die skandalgeschädigte Vatikanbank bekommt in Jean-Baptise de Franssu einen neuen Chef. Die Vermögensverwaltung wird ausgelagert.

Alles schön und gut. Aber die Grundfrage bleibt: Braucht der Vatikan wirklich eine Bank? Als Grund werden immer die vielen religiösen Orden genannt, die in der Welt verteilt sind und deshalb auf eine Vatikanbank angewiesen sind. Aber das Argument hinkt: Das Ior hatte jahrelang keine Banklizenz und war deshalb beim Geldtransfer ohnehin auf externe Banken angewiesen. Und längst nicht alle Orden lassen ihre Gelder vom Ior verwalten.

Warum kann sich der Vatikan nicht einfach eine externe Hausbank nehmen, um seine Geldgeschäfte zu erledigen? Die Vermögensverwaltung soll in Zukunft ohnehin teilweise Dritten übertragen werden. Dann kann man das Vermögen auch gleich einem externen Verwalter übertragen.

Der Vorteil läge auf der Hand: Kein Geistlicher könnte in Versuchung geführt werden, die Dienste der Bank fragwürdigen Gestalten anzubieten oder Investitionen für seine Machtspielchen zu nutzen. Das ist leider in der Vergangenheit oft genug geschehen.

Es ist löblich, dass der Papst Franziskus aufräumen will. Und auch der scheidende Ior-Präsident Ernst von Freyberg hat für mehr Transparenz gesorgt. Aber eine neue Firmenkultur allein wird noch nicht den Wandel bringen. Die Wege der Gelder des Herrn waren in der Vergangenheit zu oft unergründlich.  Nur eine externe Geldverwaltung könnte das Problem wirklich lösen.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Kommentar: Der Vatikan braucht keine Bank"

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  • Der Vatikan braucht eine Bank, weil die katholische Kirche nur eine globale Firma ist.
    Die k. Kirche hat ist sich immer nur für Macht und Geld interessiert.
    Die religiösen Konzepte sind albern, wenn man sie mit Hochreligionen wie Buddhismus oder Taoismus vergleicht.
    Aber es wird immer Menschen geben die sich von großen, leeren Worten täuschen lassen.

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