Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt im Dieselskandal die öffentliche Empörung ab. Doch die Verantwortung verteilt sich auf viele Schultern.

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  • Sehr geehrter Herr Murphy,

    nach meiner Aufassung sehen Sie allein schon die Fakten völlig falsch. Wenn Sie sich heute - es geht um heute und nicht um die Sünden der Vergangenheit - ein Diesel-Fahrzeug mit der Abgasnorm EU 6 kaufen, hat das Auto einen sogenannten SCR-Kat. Den kriegen Sie nicht etwa geschenkt, Sie müssen ihn mit der Entrichtung des Fahrzeugpreises teuer bezahlen. Soweit so gut. Und in soweit haben wir kein Diskussionsthema.

    Aber damit der teuer eingekaufte SCR-Kat das Abgas auch reinigt, muß permanent eine Harnstofflösung ("ad blue") eingespritzt werden, die in einem separaten Tank mitgeführt wird. Eigentlich überhaupt kein Problem.

    Aber leider wollen einige Autoherstelle beim Ad blue-Tank einige Cents sparen. Sie haben deshalb den Behälter viel zu klein dimensioniert. Ihre Kunden zwischen den Inspektionsintervallen in die Werkstatt zum nachtanken von ad blue zwingen, wollen die Autohersteller aber auch nicht. Also haben sie sich verschiedene Wege ausgedacht, die Abgasreinigung völlig abzuschalten. Für diese Entscheidung, die einfach nur dumm ist, tragen die Autofirmen die alleinige Verantwortung.

Mehr zu: Kommentar - Die Autoindustrie trägt nicht die Alleinschuld am Dieselskandal

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