Kommentare

_

Kommentar: Die Entscheidung wird vertagt

Kaum Dramatik, viel Konsens: In der dritten TV-Debatte haben sich Barack Obama und Mitt Romney nur in Details von einander abgegrenzt. Nach dem letzten Duell steht nur eines fest: Die Wahl ist genauso offen wie zuvor.

Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.
Astrid Dörner ist Korrespondentin des Handelsblatts in New York.

New YorkEs war ein gesittetes Duell – ungewöhnlich für amerikanische Verhältnisse, fast ein bisschen wie in einem deutschen Wahlkampf: wenig Drama, wenige verbale Übertreibungen, dafür überraschend viel Einigkeit. Das ist gut so.

Anzeige

Statt Unterschiede aufzuplustern, wo es eigentlich keine Unterschiede gibt, sagen US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in ihrer dritten und letzten TV-Debatte schlicht, wie es ist: In bestimmten Fragen haben sie die gleiche Meinung.

Drittes TV-Duell Schlagabtausch der Kontrahenten

Der US-Präsident zeigt sich aggressiv und attackiert seinen Herausforderer.

Drittes TV-Duell: Schlagabtausch zwischen Romney und Obama

Die Wähler haben das längst erkannt. Auch wenn die beiden Kandidaten sonst tief zerstritten sind, in der Außenpolitik unterscheiden sich die Kandidaten oft nur in Details. Warum also so tun als gäbe es große Differenzen?

Staatsmännisch haben sich Obama und Romney bei der letzten Fernsehdebatte präsentiert. Rhetorisch hatte der Präsident die Oberhand. Doch insgesamt kann man das Duell als ein Unentschieden werten. Romney wirkte gut informiert und bot mit seiner moderaten Einstellung zu Themen wie Iran und Syrien kaum Angriffsfläche für den Präsidenten. Beide Kandidaten haben gezeigt, dass sie als oberster Befehlshaber des Landes bestehen könnten. Trotzdem ist die Debatte für den Wahlkampf bedeutungslos.

Etappen im Duell Obama/Romney

Das Rennen ist genauso knapp wie zuvor. Kaum ein Republikaner wird sich nach diesem Duell umentscheiden und Obama wählen. Kaum ein Demokrat wird ins republikanische Lager wechseln. Und für die wenigen unentschlossenen Wähler, die es noch zu überzeugen gibt, wird die Entscheidung bei so viel außenpolitischer Einigkeit auch nicht gerade leichter.

In zwei Wochen wird gewählt. Dies war die letzte Chance der Kandidaten, ein Millionenpublikum zu erreichen. Jetzt geht es nur noch um Details und darum, bloß keinen Fehler zu machen.

Romney vs Obama Twitter-Protokoll zum TV-Duell

Beim TV-Duell ging es formal um Außenpolitik, doch für die Kandidaten geht es bereits um Alles oder Nichts. Astrid Dörner berichtete live für Handelsblatt Online. Die ganze Debatte zum Nachlesen.

Romney vs Obama: Twitter-Protokoll  zum TV-Duell

  • 23.10.2012, 11:34 UhrJHerbert

    Schade, dass Ihre Korrespondentin die besten Teile der Debatte verpasst hat. Ganz Amerika und ein großer Teil der Welt amüsiert sich über #horsesandbayonets, "The Atlantic" erklärt ausführlich, um was es dabei geht. Nur der Handelsblatt-Leser erfährt davon nichts. Warum eigentlich?

  • 23.10.2012, 08:23 UhrMenschenZeitung

    Romney hat doch nur bewiesen, dass er eine aussenpolitische Null ist, dazu die unendliche Arroganz, seine Webseite zu empfehlen, wenn er nach Sparmaßnahmen gefragt wird. Obama vs. Romney – Die letzte Schlacht ist geschlagen http://menschenzeitung.de/?p=17095

    Es ist einfach die Entscheidung, ob die Amerikaner sich für leise Tritte oder für Poltern ala Rambo entscheiden, ob für ein soziales Amerika oder für eine herzlose Zukunft

  • 23.10.2012, 07:41 Uhrgrauh94977

    Da las ich in der Post aber was anderes.
    Nachdem Mitt nicht so gut ausgesehen hatte,ist auf einmal die Debatte nicht von Bedeutung.Vorher wurde das ganz anders gesagt.Was soll man da glauben.
    Ich wenigstens glaube nur den Wahlergebnissen am 6.Novemder nachts.
    Die bestimmen den naechsten Praesidenten.Period.

  • Kommentare
Kommentar: Die neue Generation der Alten

Die neue Generation der Alten

Spielekonsolen müssen sich im Konkurrenzkampf mit Smartphones und Tablets ihre Daseinsberechtigung neu verdienen. Microsoft geht dabei mit der neuen Entertainmentmaschine Xbox One eine heiße Wette ein.

Kommentar: Rote Karte mit Risiko

Rote Karte mit Risiko

Die EU wehrt sich gegen Chinas Exporteure und erhebt Schutzzölle auf Solarmodule. Diese Politik der klaren Kante ist überfällig – selbst wenn Vergeltung aus Peking wohl nicht lange auf sich warten lassen wird.

  • Kolumnen
Was vom Tage bleibt: Autisten an die Tastaturen

Autisten an die Tastaturen

SAP sucht autistische Programmierer. De Maizière wird seinen Fehler politisch überleben. Apple ist auch beim Steuersparen kreativ. Ein Tornado hinterlässt Optimisten. Das Aus der Lottofee. Der Tagesbericht.

Walter direkt: Blasenangst

Blasenangst

Der deutsche Markt für Wohnimmobilien ist attraktiv und lockt Investoren. Einiges spricht dafür, dass sich das nicht abrupt ändern wird und uns spekulative Übertreibungen erspart bleiben.

Handelsblog Pekings gefälschtes Ikea-Möbelhaus

Am meisten haben es mir die blau-gelben Polohemden der Möbelberaterinnen angetan. Der Schriftzug links auf der Brust lautet zwar „Joyme“, nicht „Ikea“, doch ansonsten wirken sie so schweden-mäßig, wie das überhaupt nur sein kann. Doch... Von Finn Mayer-Kuckuk. Mehr…

  • Gastbeiträge
Gastbeitrag: Der Apfel, der das Fass zum Überlaufen bringt?

Der Apfel, der das Fass zum Überlaufen bringt?

Apple hat in Sachen Steuergestaltung eigene Ideen. Dafür muss Tim Cook vor den Untersuchungsausschuss des Senats. Vielleicht ist das der Weckruf, dass Steuerschlupflöcher für Unternehmen gestopft werden.

Gastkommentar: Britische Europaskepsis hilft schottischen Separatisten

Britische Europaskepsis hilft schottischen Separatisten

Je stärker das europaskeptische Lager im Vereinigten Königreich wird, desto wahrscheinlicher wird eine Abspaltung Schottlands. Um separatistische Bestrebungen einzudämmen, sollte sich die EU um die Briten bemühen.

Angelina Jolie und die Folgen: „Eine barbarische Operation“

„Eine barbarische Operation“

„Ich kann Angelinas Angst gut verstehen, auch mir haben sie eine Brust amputiert.“ Über ihren Umgang mit dem Thema Brustkrebs und ihr Leben nach der Operation berichtet die New Yorker Künstlerin Matuschka.

  • Presseschau
Presseschau: „Spaniens Tage sind gezählt“

„Spaniens Tage sind gezählt“

Die Verstaatlichung der spanischen Großsparkasse Bankia ist nach Medieneinschätzung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die entscheidende Frage sei, wie Spanien die Rettungsmaßnahmen bezahlen wolle. Die Presseschau.