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Kommentar: Die Schweizer spielen auf Risiko

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In den vergangenen Wochen war es etwas eng geworden in der Schweiz: Bei den mittelgroßen Unternehmen wie Implenia, Sulzer oder Oerlikon machen sich ausländische Investoren breit. Bei den Großen auf dem Finanzplatz wie der UBS, der Credit Suisse oder dem Versicherer Swiss Re hinterlässt die Finanzmarktkrise tiefe Spuren. Manche Betroffene ziehen die Köpfe ein.

Da kommt eine Meldung, die viele als Befreiungsschlag empfinden müssen: Die Swiss Life kauft sich beim größten deutschen Finanzdienstleister AWD ein. Doch das Aufrechnen, wer, wo wie viel ans Ausland verliert oder im Ausland gewinnt ist anders als im Fußball in der Wirtschaft völlig unangebracht. Geld, das um die Welt geht, ist erheblich beweglicher als jeder Ball, der übers Spielfeld kullert. Spannender ist die Frage, ob die Strategie hinter solchen Zukäufen aufgeht.

Und da spielt die Swiss Life auf Risiko. Der AWD steckt in einer Schwächephase. Neue Konkurrenten machen ihm zu schaffen. Eine Sonderkonjunktur, die in Deutschland durch das Auslaufen von Steuersparmodellen für Alterssparer entfacht worden war und die der AWD nutzte, ist zu Ende. Der Finanzdienstleister hat deswegen deutlich an Wert verloren. Die Schweizer nutzen das als Chance. Sie glauben, dass der Stärkere dem Schwächeren wieder auf die Beine hilft. Jetzt müssen sie aber alles geben, damit der Schwächere den Stärkeren nicht nach unten zieht.

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