Kommentar
Düpierter Kanzler

Was in aller Welt hat den Kanzler noch am Freitag dazu getrieben, im Übernahmekampf zwischen den Pharmakonzernen Sanofi und Aventis sowie dem möglichen weißen Ritter Novartis Neutralität der Regierungen zu fordern? Sicherlich wäre das die beste Attitüde gewesen - der Markt richtet besser als Politiker. Doch Gerhard Schröder hatte bereits zuvor bemerken müssen, dass der französische Finanzminister die (deutsch-) französischen Kontrahenten an den Verhandlungstisch zwang. Dass es am Ende ein Ministeriumssprecher war, der Vollzug meldete, zeigt, wie stark die Pariser Regierung Einfluss nahm. Nach dieser Vorgeschichte scheint eindeutig, in welchem Land die Hauptlast der Anpassungslasten nach der Fusion anfallen wird. Schröders neutraler Ansatz war im Prinzip richtig - er hätte nur durchsetzen müssen, dass auch Paris sich daran hält.

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