Kommentar
Ein Sieg der Vernunft

Der vierte Senat des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig hat grünes Licht für den Bau des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) gegeben. Nach jahrelangem Hin und Her ist dies ein Sieg der Vernunft. Berlin braucht dringender denn je eine moderne Anbindung an die weltweiten Luftverkehrsnetze. Der Airport in Tegel platzt aus allen Nähten, Tempelhof ist zwar schön stadtnah, aber damit auch eine Lärmquelle, die hunderttausende Menschen belastet. Das Areal des einstigen DDR-Regierungsflughafens Schönefeld bietet alle Chancen für einen verkehrstechnisch und wirtschaftlichen Neuanfang. Ein zentraler Hauptstadt-Airport statt dreier – das schafft auch Möglichkeiten für mehr Luftverkehr nach Berlin.

BBI kann sich als Drehkreuz insbesondere für Osteuropa einrichten, auch wenn Kritiker sagen, dass diese Rolle längst von Wien und Kopenhagen eingenommen wird. Die noch auf Jahre wachsende Nachfrage nach Fliegen schafft neue Märkte und neue Verbindungen. Da kann BBI gut ins Rennen gehen. Bleibt die Frage, welche Auswirkungen der Flughafenneubau für einen anderen, gar nicht weit entfernten Airport hat: Leipzig-Halle ist mit erheblichem Aufwand zu einem modernen Drehkreuz ausgebaut worden – dank der optimierten Bahnverbindung gerade mal noch eine Stunde von Berlin entfernt. Am Bau von BBI wird dies nichts mehr ändern. Die beiden Aiports werden sehen müssen, wie sie am besten den Wettbewerb um Fluglinien, Fracht und Passagiere meistern.

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