Kommentar
Eine neue Hürde für den Luftverkehr

Am Frankfurter Flughafen wird es nachts keine Starts und Landungen geben. Das freut die Bürger und trifft die Unternehmen vor Ort. Das Verbot von Nachtflügen wird aber auch bundesweit Folgen haben
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Nun steht es also unverrückbar fest. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt bleiben zwischen 23 und fünf Uhr die Lichter aus. Ist das jetzt schlimm? Auf den ersten Blick nicht. Die Betroffenen, allen voran die Frachttochter von Lufthansa, LH Cargo, hat eine solche Entscheidung trotz der Klagen über Umsatzausfälle längst adaptiert. Die lärmgeplagten Bürger wiederum haben wie erwartet höchstrichterlich bescheinigt bekommen, dass die Politik nicht alles mit ihnen machen kann.

Und doch hat es das Leipziger Urteil in sich. Der Bundesverwaltungsgerichtshof ist die höchste deutsche Instanz für solche Verfahren. Das Urteil ist nicht nur eine Einzelfallentscheidung, es setzt die Maßstäbe für sämtliche Ausbaupläne der Zukunft. In München, wo derzeit eine dritte Bahn in der Diskussion ist, wird man sich die Details Entscheidung des Richters sehr genau anschauen müssen.

Auch wenn die offizielle Urteilsbegründung noch nicht vorliegt, klar ist heute schon: Für künftige Flughafen-Projekte in Deutschland gelten harte Auflagen. Wirtschafte Bedeutung und Größe sind kein Grund mehr dafür, die Nachtruhe zu stören. Das wird selbst an den Flughäfen, an denen kein Ausbau geplant ist, Folgen haben.

Der Flughafen Köln-Bonn etwa liegt wie Frankfurt in einem bevölkerungsreichen Ballungsraum. Derzeit darf dort nachts geflogen werden. Aber steht diese Betriebserlaubnis nach dem Leipziger Urteil noch auf sicherem Boden?

Man darf gespannt sein, wie stark das Thema in den aktuellen Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen einfließen und wie sich eine neue Landesregierung in Sachen Nachtflugverbot positionieren wird.

Fest steht nur: Das Urteil zu Frankfurt betrifft die gesamte deutsche Luftfahrt. Es wird für sie noch einmal schwerer werden, mit dem ausländischen Wettbewerb mithalten zu können.

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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  • @Ruhe...die werden Sie bekommen-Grabesruhe.Geschäftsleute steigen auf die Bahn um????Strom aus der Steckdose( Bio), Steckrüben( Bio) zum Frühstück, Ehefrau hat Dreifachnamen( Bio), Brot selbsgemacht( Bio), mit Putin zum Fahrradfahren in Sotschi( Hauptpreis-nicht Bio)-Einwohner BRD 42Mio @Ruhe - Du bist Deutschland !!!!!

  • das ist ja wohl das aller letzte, da versucht man mit london und paris mit zuhalten und dann kommen solche aber witzige entscheidungen. ich wohne im rheingau, genau an den schienen, da rattert es die ganze nacht, da müßte ich ja auch die db verklagen. jetzt zu flörsheim, da habe ich letztens ein paar tage übernachtet, und so schlimm war das gar nicht, frechheit ist ja wohl auch, man weiß das der flughafen dort ist, und trotzdem bauen die leute häuser in der umgebung. wegen einer minderheit muss jetzt der standort darunter leiden, hätten wir im rhein main gebiet ein referendum abgehalten, wäre das ganze ganz anders aus gegangen. und merkt euch meine worte, es kommt die zeit, da wird das nachtflugverbot wieder aufgehoben, wegen den wirtschaftsintressen und weil die flugzeuge auch leiser werden. ich muss jetzt los, ich muss meine maschine um 22 uhr kriegen))

  • Das Nachtflugverbot werden alle überleben. Wenn man in Honkong abends fliegt, ist man Vormittags in Frankfurt. Wo ist das Problem? Haben die Gegner des Nachflugverbots schon mal nachgedacht, was Millionen Lärmgeschädigte kosten?

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