Kommentar
Ende mit Schrecken

Nun haben alle Spekulationen über die Zukunft des Deutschland-Geschäftes von Wal-Mart ein Ende. Wal Mart verkauft seine Märkte an die Metro. Ein gutes Geschäft für die einen, ein teures für die anderen.

Mit Pauken und Trompeten war der US-Handelsriese mit der Übernahme der Wertkauf- und Interspar-Filialen vor fast zehn Jahren in den heimischen Markt eingestiegen. Mit Pauken und Trompeten endet dieser Ausflug nun durch den Verkauf an die Metro-Group.

Ein Ausflug, der den Amerikanern nichts als hohe Verluste bescherte. Nicht zuletzt, weil sie ihre bizarre Unternehmenskultur den deutschen Verbrauchern, Mitarbeitern und Zulieferern mit Gewalt aufdrücken wollten. Doch statt aus Fehlern zu lernen, verstärkte das US–Management bei jedem eigenen Fauxpas den Druck.

Nun kommt das Ende mit Schrecken, bei dem Wal-Mart noch ein letztes Mal kräftig draufzahlt: 1 Mrd. Dollar Verlust muss der Konzern verbuchen. Metro hingegen kann sich freuen: Die Düsseldorfer zahlen für das ganze Paket weniger als es eigentlich wert ist. Auch über den Immobilienzuwachs kann sich Metro-Chef Körber freuen. Bietet der Immobilienwert doch das finanzielle Polster, um das defizitäre Real-Geschäft komplett zu sanieren.

Doch wie Wal-Mart litt Real zuletzt unter einem erheblichen Imageverlust. Deshalb ist der wichtigste Schritt die Rückgewinnung des Verbrauchervertrauens.

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