Kommentar
„Erst denken, dann handeln“ gilt auch an der Börse

Gerade an den Kapitalmärkten hilft etwas Abstand, damit man sich unbeeinflusst vom Getöse des Tages eine vernünftige Meinung bildet. Dies zeigt das Beispiel Deutsche Bank, deren Aktie wegen überzogener Analystenerwartungen und eines Millionenverlustes im Eigenhandel 3 Prozent verlor.

Was ist passiert? Deutschlands größte Bank hat im zweiten Quartal mit 1,9 Milliarden Euro ein Drittel mehr verdient als vor einem Jahr. Die Analystenprognosen wurden erfüllt, die Rendite hat wieder internationales Niveau. Auslöser für den Kursrutsch war ein Verlust von 100 Millionen Euro im Eigenhandel – der Abteilung, die auf Rechnung der Bank an den Märkten spekuliert.

Ein guter Grund, die Aktie zu verkaufen? Wohl kaum. In den schwierigen Märkten der vergangenen Monate dürfte hier so manches großes US-Institut Verluste gemacht haben. Anders als die Deutsche Bank haben diese jedoch ihre Verluste nicht offen gelegt – wohl auch um den Nimbus der Wall-Street-Banken zu schützen.

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