Kommentar Facebook überrollt seine Nutzer

Facebook rast von einer Neuerung zur nächsten – und eilt dabei den Nutzern davon. Viele fühlen sich überfordert, Nachrichten gehen unter, der Frust steigt. Das soziale Netz sollte sich auf seine alten Stärken besinnen.
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Facebook führt immer noch hastig Neuerungen ein. Viele Nutzer sehnen sich nach Verlässlichkeit. Quelle: dpa

Facebook führt immer noch hastig Neuerungen ein. Viele Nutzer sehnen sich nach Verlässlichkeit.

(Foto: dpa)

DüsseldorfFacebook war einmal ein genial einfaches Konzept. Weil es dieses genial einfache Konzept besser umsetzte als andere und weil es zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, wurde es groß und erscheint inzwischen unschlagbar. Wer will schon zu einem anderen sozialen Netzwerk, als dem, auf dem alle sind?

Dennoch wirkt das Unternehmen gehetzt. Getrieben von vielleicht überzogenen Erwartungen der Investoren eilt der Internet-Star von einer hastigen Änderung zur anderen – und überfordert dabei die Nutzer. Nichts ist mehr da, wo es die Facebook-User gewohnt sind.

Erst wurde die Timeline geteilt, dann wieder zusammengeführt. Links lassen sich nun nicht mehr über ein eigene Feld eintragen – außer man besitzt eine Fanpage. Auch auf Google+ reagierte Facebook panisch, indem es Konzepte der Google-Konkurrenz hastig aufnahm, ohne das bestehende komplett abzuschaffen.

Hilflose Status-Meldungen häufen sich, der Tenor: Facebook überfordert - eine entsprechende Facebook-Gruppe mit diesem Namen gibt es auch schon. Schlimmer für das soziale Netzwerk: Andere verstummen einfach. Wie viele das sind, ist unklar – denn offizielle Statistiken darüber, wie viele der angemeldeten Nutzer auch aktiv sind, veröffentlicht Facebook nicht.

Bevormundung der Nutzer
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4 Kommentare zu "Kommentar: Facebook überrollt seine Nutzer"

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  • Soziologe nennt man im Deutschen auch Sozialwissenschaftler, was völlig korrekt ist. Sie sehen, dass das Wort "Sozial" mehrere Konnotationen hat.

  • @ stefriegel:
    Unsinn ist Ihre Bemerkung. Niemand spricht von sociological networks. Und, ja: Soziologen können durchaus asozial sein.
    Sozial ist im Deutschen völlig anders konnotiert als social im Englischen.

  • Unsinn. Ein Soziologe ist auch kein Mitarbeiter der Caritas.

  • Den Social Networks ist bei der Übersetzung des Begriffes ins deutsche offenbar das Schicksal des Personal Computer wiederfahren. Aus dem wurde der Personalcomputer und aus den Social Networks die sozialen Netzwerke.

    Die treffendere Übersetzung wäre "Gesellschaftliches Netzwerk", denn "sozial" sind diese Netzwerke nicht.
    Facebook und Co. sind nichts weiter als nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung arbeitende Unternehmen.

    Nur weil ein paar hundert Millionen Menschen über diese Firmen deren Leben aus- und mehr oder weniger wichtige Nachrichten verbreiten, entsteht doch noch nichts "soziales".

    Sozial ist z.B. die Caritas: der oft selbstlose Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter trägt diese Organisation. Und nicht die Gewinnerwartung von Kapitalgebern.

    Oder bringt beispielsweise Facebook mittags das Essen, betreut Demenzkranke, pflegt Alte und Kranke, begleitet Sterbenskranke auf deren letztem Weg?

    Also bitte nicht mehr von sozialen Netzwerken sprechen, wenn man Facebook, Xing und Co. meint.
    Oder die Computer-Tastastatur in die Hand nehmen und mit lauter ehrenamtlichen, freiwilligen Helfern eine nicht am Gewinn orientierte Plattform programmieren, die sich den Namen "sozial" dann schon eher verdienen kann.

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