Großbritannien muss um sein AAA kämpfen

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Fitch hatte bereits im November gewarnt

Die lahmende Konjunktur droht jetzt allerdings Camerons ambitionierte Sparziele ernsthaft in Gefahr zu bringen. Denn schwächeres Wachstum heißt in aller Regel auch fallende Steuereinnahmen und höhere Ausgaben für Sozialleistungen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld. Dieses Risiko ist auch den Ratingagenturen nicht entgangen. Fitch hat bereits im November gewarnt, dass Großbritannien keine weiteren wirtschaftlichen Schocks mehr verkraften könne, ohne eine Herabstufung zu riskieren. Im Dezember schloss sich Moody's der düsteren Aussage an.

Kein Zweifel, auch die Briten sind auf Bewährung, wenn es um ihre Bonitätsbestnote geht. Das gilt umso mehr, wenn man den gesamten Schuldenberg des Königreichs betrachtet. Die Verbindlichkeiten des Staates summieren sich auf rund 85 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, damit spielen die Insulaner in der gleichen Liga wie Frankreich.

Die britischen Privathaushalte sind allerdings mit satten 165 Prozent ihres verfügbaren Einkommens verschuldet, während der Vergleichswert für die französischen Bürger bei deutlich bescheideneren 100 Prozent liegt. Vielleicht meinte Notenbanker Noyer ja diese Zahlen, als er seine vorweihnachtliche Attacke gegen die britischen Nachbarn ritt.

  • 28.01.2012, 12:03 UhrDerBernd

    Der fatale Fehler begann in den 80er Jahren als Maggi Thatcher, die Realwirtschaft vernachlässigend, sich auf die Finanzindustrie konzentrierte um GB zu sanieren. Das war eben nur eine Verschiebung der Probleme in die Zukunft. Wenn die Ratingagenturen erst einmal genauer hinschauen, dann addiert sich ein weiteres Problem, was aktuell noch zu den Vorteilenen gezählt wird, das Pfund. Eine feste Konvertierung zum Euro oder dem USD würde dann Stabilität bringen aber eben die Flexibilität kosten. Man darf gespannt sein.

  • 27.01.2012, 16:55 UhrAllace64

    Wann ist der Schosshund-Bonus den UK bei den Rating-Agenturen hat aufgebraucht?
    Alle Daten der britischen Wirtschaft sind schlechter als die von Frankreich.
    Schwimmbäder gibt es nur wenige zu schließen, Schulen wurden so wie so noch nie renoviert, was also wollen die Briten tun? Wo können sie noch sparen? Der Housing Markt ist überpreist. Für viel Geld gibt es in UK (nur deutlich außerhalb von London, denn das ist eine eigene Welt) nur Paphäuser zu kaufen mit 5 cm dicken Wänden und Stein und Schindelimmitaten aus Plastik.

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