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Kommentar: Frühjahrsputz bei Daimler-Chrysler

Frühjahrsputz bei Daimler-Chrysler: Dieses Mal bei der Kleinwagenmarke Smart. Das Produktprogramm wird zusammen gestrichen, Stellen abgebaut, die Kosten durch eine engere Anbindung an Mercedes gesenkt.

Eckhard Cordes, der neue Chef der Mercedes Car Group, zu der auch Smart gehört, will seinen Laden schnellstens in Ordnung bringen. Alle Ecken werden ausgekehrt. Alles soll in sein erstes Jahr, um ab 2006 nach vorne blicken zu können. Damit ist aber auch schon alles Positive gesagt.

Ein Drama ist nämlich, dass die Pannenserie des deutsch-amerikanischen Konzerns einfach nicht abreißt und die Aktionäre ein Vermögen kostet: Erst musste die LKW-Sparte saniert werden, dann Chrysler, schließlich der Ex-Partner Mitsubishi. Die Allianz mit Hyundai scheiterte, Mercedes hat Qualitätsprobleme, das Ergebnis sinkt und nun folgt eine milliardenschwere Restrukturierung bei Smart - einem Engagement, das bereits heute Milliarden verschlungen hat. Gutes Krisenmanagement ist wichtig. Doch ein gutes Management ist etwas anders: Es verhindert Krisen.

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