Kommentar
Geschäft brummt auf der Cebit

Cebit-Chef Ernst Raue kann aufatmen. Der starke Trend zur Unterhaltungselektronik schadet der klassischen Cebit nicht. Das "Centrum für Büro- und Informationstechnik" - so der volle Name der Messe - trägt seinen Namen noch zu recht.

Die Befürchtung im Vorfeld der Messe in Hannover, die wichtige Besucherklientel aus den Reihen der Geschäftsleute könnte vom Multimedia-Rummel abgeschreckt werden, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Das Geschäft brummte in den Hallen 3 bis 8 an der Ostzeile des Messegeländes.

Dort ist in Halle 4 nun auch der Hauptstand von Microsoft zu Hause - gleich hinter dem Stand der SAP und dem Partnerstand von IBM. Vorbei sind die Zeiten, als Sony noch in Halle 2 versuchte, auf dem Feld der Unterhaltungselektronik mit dem mächtigen Softwarehaus aus Redmond akustisch die Klingen zu kreuzen. In der Querhalle 2 ist es daher ruhiger geworden. Doch der Geist von scharfem Wettbewerb liegt nach wie vor in der Luft. Nun sind es der Primus der Chiphersteller Intel und sein Herausforderer AMD, die sich am Eingangsbereich der Cebit gegenüberstehen.

Die Nachfrage nach guten IT-Lösungen für die Unternehmen scheint groß. Verständlich! Hat doch die Investitionsbereitschaft in Computer und Software in den vergangenen Jahren arg gelitten. Daran waren sicher die hohen Ausgaben der Computerumstellung zur Jahrtausendwende und der Einführung des Euro schuld. Dazu kam verstärkend die ungewöhnlich starke Konjunkturdelle, unter der die deutsche Wirtschaft mehrere Jahre gelitten hat.

Das alles hat zu einem starken Investitionsstau bei den IT-Ausgaben und in deren Folge zu nun veralteten Systemen der Datenverarbeitung geführt. Da liegt es auf der Hand, sich auf der Cebit nach Verbesserungen oder neuen Lösungen umzusehen. Allein das Thema der gesicherten Speicherung von Firmendaten sowie die Bewältigung der E-Mail-Flut schreien förmlich nach guten Programmen. Auch die zahlreichen mobilen Geräte von Geschäftsleuten wie Handys, Smartphones und Blackberries müssen von den DV-Chefs der Unternehmen systematisch in die "Informationsflotte" der Firmen eingebunden werden.

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