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Kommentar: Google dir ´ne Aktie

Wie kann man den Google-Hype auf die Spitze treiben? Ganz einfach, indem man das Unternehmen an die Börse bringt. Ein Börsengang per Internetauktion ist sicher sehr clever jedoch für die Anleger auch sehr gefährlich.

Wie kann man den Hype um die Internetsuchmaschine Google auf die Spitze treiben? Ganz einfach, indem man das Unternehmen an die Börse bringt. Der Unternehmensphilosophie entsprechend, sollen die Aktien per Internetversteigerung verteilt werden.

Das ist ebenso clever wie gefährlich. Während sich beim üblichen Verfahren der Emissionspreis für eine Aktie an der Substanz des Unternehmens orientiert und von den Emissionsbanken festgelegt wird, könnte es bei einer Internetauktion im freien Spiel der spekulativen Kräfte sofort zu einer irrationalen Preistreiberei kommen, wie zu den wildesten Zeiten des Dot-Com-Booms. Denn im World Wide Web gehört Google zu den stärksten Marken, jeder Internetuser weiß mittlerweile, was sich hinter www.google.de verbirgt.

Für Google hätte dieses Verfahren wohl einen wahren Geldregen zur Folge: Es bekäme die in die Höhe getriebene eigene Marktkapitalisierung bar ausgezahlt, abzüglich der Aktien, die das Unternehmen behält. Bei einem regulären Verfahren würde nur der Emissionspreis mal Anzahl der ausgegebenen Aktien auf das Konto des Unternehmens gutgeschrieben. Eine sich anschließende Wertsteigerung an der Börse käme dem Unternehmen nicht mehr direkt zugute.

Die Internetauktion birgt also die Gefahr, dass sich der Wert über eine reine Spekulation bildet, ähnlich wie bei der UMTS-Auktion. Aber wie steht es um die Substanz des Börsenkandidaten? Google legt zwar den Inhalt des Internets offen, die eigenen Zahlen aber bisher nicht. Anleger sollten daher den Emissionsprospekt genau studieren. Besonders die Frage: Wie viel Wachstumspotenzial steckt wirklich noch in diesem Geschäftsmodell? muss klar beantwortet werden, denn nur danach sollte sich der Preis für die Aktie richten.

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