Kommentar:
Große Träume platzen schnell

Die Delegation in Peking ist groß: Die deutsche Wirtschaftselite begleitet Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Reise nach China. Entsprechend hoch sind die Erwartungen gewesen – Aufträge in Milliardenhöhe wollten die Deutschen mitnehmen. Doch nach dem ersten Tag des Merkel-Besuchs fällt die Bilanz mager aus. So darf der Siemens-Konzern gerade einmal 500 neue Lokomotiven ins Reich der Mitte liefern. Für den lukrativen Auftrag, den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke, gab es hingegen kein grünes Licht. Auch die Entscheidung für eine neue BASF-Chemiefabrik in China lässt auf sich warten. Dann überrascht es kaum noch, dass es auch beim Transrapid zunächst keine Bestellung geben wird.

Geschäfte mit China haben einen ganz speziellen Charakter. Sie brauchen extrem viel Zeit, Ergebnisse sind schwer zu kalkulieren. Deshalb sollte niemand die Erwartungen zu hoch hängen, Träume sind schnell geplatzt.

Menzel@handelsblatt.com

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