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Kommentar: Hü und hott

Zum Betrug gehören immer zwei – und leider lassen wir alle uns nur allzu einfach betrügen. Der Pferdefleischskandal legt unsere eigene Dummheit als Verbraucher bloß.

Eine sattmachende Portion Lasagne hat ihren Preis. Quelle: Reuters
Eine sattmachende Portion Lasagne hat ihren Preis. Quelle: Reuters

Eine Lasagne besteht aus mehreren Schichten Pastateig, dazwischen werden üblicherweise passierte Tomaten, Bechamelsauce und Hackfleisch gefüllt, Gemüse wie Karotten und Sellerie macht sich auch nicht schlecht. Sie können statt des Fleischs übrigens auch Fisch nehmen, Kabeljau oder von mir aus Lachs. Sie können allerdings nicht erwarten, dass ihnen ein Koch eine sattmachende Portion davon für unter drei Euro herrichtet. Wenn er es doch tut, dann wird irgendetwas faul sein mit ihrer leckeren Lasagne. Vielleicht ist zum Beispiel Pferdefleisch drin.

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Oliver Stock
Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

Liebe Kunden, liebe Käufer, liebe Lasagne-Liebhaber – Sie sehen, worauf ich hinauswill: Wer nicht seinen Verstand einsetzt, seine Augen aufmacht und wer zu allererst auf den Preis und nicht auf die Qualität beim Einkaufen achtet – der wird eben übers Ohr gehauen. Das ist unerhört und das darf nicht sein – aber zu einem Betrug, wie er im Pferdefleischskandal vorgekommen ist, gehören eben immer zwei: Der Betrüger und der, der sich nur allzu gern betrügen lässt. Letzterer - das sind wir alle. Und wir alle können aufpassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden.

Darüber hinaus gilt noch etwas: Niemals war das an Angebot an Lebensmitteln, das in deutschen Kaufmannsläden ausliegt, so reichhaltig und so gut kontrolliert wie heute. Niemals war es einfacher, sich abwechslungsreich und ausgewogen zu ernähren. Niemals wurden Menschen in Deutschland älter als heute, was auch mit einer guten Ernährung zusammenhängt. Daran ändert auch eine falsch deklarierte 400-Gramm-Packung Lasagne nichts.

 

 

 

  • 14.02.2013, 23:40 Uhrshoutmatthias

    Da ist Ihnen ja richtig etwas eingefallen Herr Stock..., völlig neue Gedanken. Und Sie meinen, teuer ist gleich gut? Werde mal die Qualität einer Lagsane testen, kann ja eine Mikrowelle in den Laden nehmen. Viel Müll in wenigen sinnlosen Zeilen.

  • 15.02.2013, 11:03 Uhrgroeschel29764

    Dieser Skandal eignet sich nicht die Lebensmittelsicherheit generell in Frage zu stellen. Pferdefleisch ist in UK ein Tabu. Dafür essen wir aber niedliche Tiere wie Rehe, Kaninchen, Hasen und verschimmelten Käse. Natürlich verstößt jemand gegen die Kennzeichnungspflicht wenn er aus Preisgründen billiges Pferdefleisch einsetzt. Die Einkäufer der Handelskonzerne haben wahrscheinlich über den günstigen Einkaufspreis gefreut. Jetzt wohl nicht mehr. Man lernt auch aus solchen Fällen. In Zukunft werden die Ordnungsämter wohl bei der Probenziehung diese auch auf Pferdefleisch untersuchen, wenn es nicht deklariert ist.

  • 15.02.2013, 11:32 UhrUser1389

    teuer ist nicht gleich gut, ABER weder kann billig = gut sein, noch muss teuer gleichbedeutend mit hoher Qualität sein.
    Was folgt für mich als Verbraucher ? -überhaupt nichts derart stark verarbeitetes kaufen.
    Auf jeden Fall darf man sicher sein, wer Lasagne für 2€ oder Hamburger für 1€ haben will, bekommt, was ihm gebührt.

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