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Kommentar: IWKA kann profitieren

Bei IWKA sieht alles danach aus, dass Großaktionär Guy Wyser-Pratte die Oberhand behalten wird. Vorstandschef Hans Fahr beugt sich dem Druck seines größten Anteilseigners und macht den Weg frei für eine Neuausrichtung. Natürlich wehren sich Belegschaft und Gewerkschaft gegen die von Wyser-Pratte vorgeschlagene Konzentration auf die hochprofitable Robotor-Sparte Kuka. Fast schon zwangsläufig fällt in diesem Zusammenhang der Vorwurf, Wyser-Pratte wolle nur seinen eigenen Profit maximieren und interessiere sich überhaupt nicht für das Schicksal von IWKA und seiner Belegschaft.

Das könnte durchaus so sein. Aber es gibt auch gute Gründe, die für eine Abtrennung der Roboter sprechen. IWKA ist ein Mischkonzern, dem eine klare Ausrichtung fehlt. Die Konzentration auf eine einzige oder weniger Sparten könnte das Unternehmen durchaus voranbringen. Auch andere Unternehmen haben genau das erfolgreich praktiziert - wie zuletzt Bayer mit Lanxess. Deshalb sind vorschnelle Urteile bei IWKA auf jeden Fall verfehlt.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie
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