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Kommentar: Kampf gegen die Vogelgrippe

Die bislang vor allem in Asien grassierende Vogelgrippe hat jetzt offenbar Europa erreicht. In den USA zählt man schon die Tage, bis auch dort die ersten Fälle auftreten. Bislang haben die reichen Industrienationen auf die Bedrohung vor allem mit einer Bunkermentalität reagiert.

Um die wenigen Gegenmittel ist ein wahrer Wettlauf entbrannt. Verunsicherte Verbraucher und Unternehmen decken sich angesichts der absehbaren Knappheit lieber gleich privat ein. Ansonsten werden die Grenzen für verdächtiges Geflügel geschlossen. Die infizierten Zugvögel wird es kaum daran hindern, das Virus um den Globus zu tragen.

Gut an der Aufregung ist, dass die mögliche Gefahr der Vogelgrippe für den Menschen jetzt ernst genommen wird. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Regierungen zügig Gegenmaßnahmen einleiten. Auch wenn noch unklar ist, ob die Vogelgrippe jemals von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Allein die Möglichkeit einer Pandemie mit Millionen von Toten setzt alle Länder in Zugzwang.

So wichtig die Vorsorgemaßnahmen in der Heimat sind, der eigentliche Kampf gegen die Vogelgrippe wird in den armen Ländern Südostasiens ausgefochten. Dort fehlt jedoch das Geld. Vietnam hat zum Beispiel die Notschlachtungen von Geflügel reduziert, weil es sich die Kompensation für seine Landwirte nicht leisten kann. In anderen Ländern fehlt eine lückenlose Überwachung, ohne die sich ein Ausbruch der Krankheit nicht wirksam verhindern lässt.

Besser wäre es, wenn Europa und Amerika nicht nur zu Hause, sondern auch an der näher rückenden Front gegen die Vogelgrippe mitkämpfen würden. Wenn die Regierungen des Westens jetzt den Ländern Südostasiens helfen, gibt es auch keinen Grund zur Panik in der Heimat.

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