Kommentar: Kann Apple überhaupt mehr kontrollieren?

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Kann Apple überhaupt mehr kontrollieren?

Berichte über die schlechten Arbeitsbedingungen bei dem Elektronik-Zulieferer Foxconn gibt es schon länger. Doch eine strengere Kontrolle - wie Apple sie angekündigt hat - ist schwierig.
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Für den kalifornischen Technologiekonzern Apple brechen neue Zeiten an. Tim Cook, Nachfolger des legendären Firmengründers Steve Jobs, setzt erste Zeichen, dass unter seiner Führung nicht alles beim Alten bleiben wird.
Bislang konzentrierte sich das Interesse der Fangemeinde auf die Frage, ob Apple auch in Zukunft seine Vormachtstellung als einfallsreicher Entwickler verteidigen kann, ob dem iPhone, iPod und iPad weitere i-Innovationen folgen werden. Das wird sich erst in einigen Monaten zeigen.
Cook setzt schon mal an ganz anderer Stelle an. Transparenz lautet das Credo des Konzernchefs. Apple hat zur Überraschung aller gerade eine Liste von 156 Zulieferern veröffentlicht. Hintergrund ist die wachsende Kritik an den Produktionsbedingungen vor allem asiatischer Lieferanten. Cooks Publizitätsoffensive soll gegensteuern, denn der Selbstmord von Arbeitern in Lieferfirmen wegen katastrophaler Arbeitsbedingungen ist nicht nur tragisch, sondern könnte das Image des erfolgsverwöhnten Unternehmens gefährden.

Könnte es wirklich? Oder erliegen wir in der öffentlichen Diskussion um Sozial- oder Umweltstandards in fernen Lieferanten-Ländern, speziell in China, Indien oder Taiwan, einem kollektiven Irrtum? Interessiert es die Tech-Gemeinde vor dem Mac tatsächlich, was in den Fabriken im Fernen Osten vorgeht?

Politisch ist es sicher nicht korrekt, wenn ich hier einmal Zweifel anmelde. Gibt es irgendeine belastbare Zahl, die belegt, dass Adidas nachhaltige wirtschaftliche Probleme durch Fußbälle hatte, die von Kindern in einem Entwicklungsland zusammengenäht wurden? Schadet es deutschen Billighändlern, dass ihre Ein-Euro-Textilien unter unsäglichen Umweltstandards hergestellt werden? Wird ein iPad weniger verkauft wegen der dramatischen Vorfälle beim Apple-Lieferanten Foxconn?

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Wir sollten die nüchterne Realität akzeptieren

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  • "Um weltweite Lieferverflechtungen wirklich zu kontrollieren, gibt es nur eine Methode: selber machen."

    Ja aber das geht doch nicht. Da würde der Konzern ja tausende Mitarbeiter im eigenen Land in Lohn und Brot bringen und dann muss ja der Milliardärsboss, als Strafe wohlmöglich weniger Gewinn einstreichen. Wie soll er da über die Runden kommen? Und dann schafft er es doch nie in die oberwichtige Forbes-Liste der reichsten Menschen des ganzen Universums. Nur darum geht es. Es ist das Wichtigste im Leben. Und wenn dich dann eventuell eine schwere schwere Krankheit von deinem Ausbeuterleben befreit, ja dann stehst du auch noch unter Zeitdruck. Es geht nicht darum Multitrillionär zu werden, sondern darum, dass das auch noch in möglichst kürzester Zeit passiert.

  • die Chinesen müssen das unter sich ausmachen, was sich das Fussvolk von der dekadenten Oberschicht gefallen lässt, Hauptsache meine Geräte laufen
    die können ja alle nach Peking fahren und demonstrieren

  • Es geht, dass man seine Zulieferer kontrolliert.

    Kenne ich selbst vom Job her. Jder Konzern macht das, will er nicht in das aufgestellte Messer laufen, was seinen Marktteilnehmer für ihn aufgestellt haben.

    Neben den Q-Aspekten werden auch Aspekte der Umwelt und div. anderer Kenngrößen bewertet.



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