Kommentar
Karstadt bleibt an der Börse

Der spektakuläre Verkauf der Karstadt-Immobilien an Whitehall nimmt den seit langem kursierenden Übernahmegerüchten den Wind aus den Segeln.

Vor wenigen Monaten noch hatten Tageszeitungen berichtet, Mehrheitsaktionärin Madeleine Schickedanz bereite unmittelbar ein Kaufangebot für die rund 30 % ausstehenden Aktien des Konzerns vor. Doch daraus dürfte nun nichts mehr werden. Denn Ziel der Komplettübernahme wäre es gewesen, den Konzern zu zerschlagen, um an das werthaltige Immobilienvermögen zu gelangen. Mit der Veräußerung der hochwertigen Innenstadt-Standorte, so lauteten die Vermutungen, hätte Schickedanz die Aktienkäufe gegenfinanzieren können.

Doch ohne diese Unternehmensperle, die nun an ein Gemeinschaftsunternehmen mit Goldman Sachs ausgelagert wird, verliert der Konzern seinen Wert als Spekulationsobjekt. Die Reaktion der Börse zeigte dies mehr als deutlich: Das Papier verlor zeitweilig fast 7 %.

schlautmann@handelsblatt.com

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