Kommentar: Keine gleiche Distanz

Kommentar
Keine gleiche Distanz

Zwei Ereignisse, die am heutigen Morgen zur gleichen Stunde passiert sind, zeigen das ganze Ausmaß der Nahost-Tragödie: Auf neutralem Boden in Deutschland lief der Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Hisbollah-Milizen an. Gleichzeitig kamen bei einem Selbstmordanschlag in Jerusalem mindestens acht Menschen ums Leben.

Zwei Ereignisse, die am heutigen Morgen zur gleichen Stunde passiert sind, zeigen das ganze Ausmaß der Nahost-Tragödie: Auf neutralem Boden in Deutschland lief der Gefangenenaustausch zwischen Israel und den Hisbollah-Milizen an. Gleichzeitig kamen bei einem Selbstmordanschlag in Jerusalem mindestens acht Menschen ums Leben.

Die Abfolge der Ereignisse zeigt erneut: Alle noch so kleinen Fortschritte im Nahen Osten werden durch Terroristen immer wieder zunichte gemacht.

So ehrenhaft die diplomatischen Bemühungen der Bundesregierung bei der Vorbereitung des Gefangenenaustausches waren, so sehr wir uns über die oft halsstarrige und kontraproduktive Politik des israelischen Premierministers Sharon ärgern mögen, dürfen wir eines nicht vergessen: So lange terroristische Mörder die Existenz Israels bedrohen, kann es keine deutsche Politik der gleichen Distanz zu Israelis und Palästinensern geben. Unsere Solidarität muss Israel gelten. Und die Bundesregierung sollte sich hüten, in eine neutrale Vermittlerrolle zu schlüpfen.

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