Kommentar
Kommentar: Schwarz ohne Grün

Nach einer knappen Woche ist Deutschland aus dem karibischen Traum erwacht: Die jamaikanischen Landesfarben spielen keine Rolle mehr, eine schwarz-gelb-grüne Koalition wird es nicht geben.

Nach einer knappen Woche ist Deutschland aus dem karibischen Traum erwacht: Die jamaikanischen Landesfarben spielen keine Rolle mehr, eine schwarz-gelb-grüne Koalition wird es nicht geben. Dass Union, Liberale und Ökopaxe nicht zusammenfinden, hat vor allem mit der Führung der Grünen zu tun. Die Parteichefs Bütikofer und Roth stehen wirtschaftspolitisch eindeutig links und repräsentieren damit die Mehrheitsmeinung ihrer Partei.

Die Befürworter einer liberalen Wirtschaftspolitik sind bei den Grünen hingegen ins Hintertreffen geraten: Oswald Metzger und Andrea Fischer haben nichts mehr zu sagen, Fritz Kuhn und Christine Scheel wagen sich mit liberalen Thesen nicht mehr hervor. Aber nur diese Leute wären in der Lage, wirtschaftspolitisch mit FDP und Union zu kooperieren.

Hinzu kommt, dass zwischen dem Prenzlauer Berg und dem Bayerischen Wald Welten liegen. Nicht zufällig hat CSU-Chef Stoiber weiteren Gesprächen mit den Grünen eine Absage erteilt. Der Union bleibt damit nur noch eine Möglichkeit: Die große Koalition.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel
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