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Kommentar: Kurze Atempause

Gleich mehrfach wiederholte der Telekom-Chef heute den Satz: „Wir haben den Turnaround geschafft.“ Doch die guten Zahlen geben Ricke nur eine kurze Atempause.

Gute Nachrichten kann man nicht oft genug wiederholen: Mindestens fünf Mal sagte Kai-Uwe Ricke, Chef der Deutschen Telekom, daher heute bei der Vorlage der Quartalszahlen: „Wir haben den Turnaround geschafft.“

Nach einem Jahr unter seiner Führung hat der Konzern die Schulden deutlicher gesenkt als geplant, den freien Cash-Flow mehr gesteigert als erwartet und schreibt auch wieder schwarze Zahlen – nach einem Rekordverlust von mehr als 24 Mrd. Euro in 2002. Also alles im Lot? Nein, noch lange nicht.

Denn zu den guten Zahlen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres hat vor allem die Investitionszurückhaltung des Konzerns beigetragen. Die Telekom hat in diesem Jahr mit etwa 3 Mrd. Euro gerade mal die Hälfte der veranschlagten Investitionen auch ausgegeben. Das hat den freien Cash-Flow enormen Auftrieb gegeben, und damit blieb auch mehr Geld für den Schuldenabbau übrig.

Das kann nicht ewig so bleiben. Ricke muss die Investitionen im nächsten Jahr wieder steigern. Das erfordert das künftige Wachstum des Konzerns. Hinzu kommen die Probleme mit der Lkw-Maut und dem Stellenabbau, die gelöst werden müssen. Die guten Zahlen geben Ricke daher nur eine kurze Atempause.

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