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Kommentar: Ladenhüter von Siemens

Die Würfel sind gefallen: Siemens sucht sich einen Partner für sein angeschlagenes Handy-Geschäft. Dass die hoch defizitäre Sparte geschlossen oder komplett verkauft wird ist damit vom Tisch. Allerdings befindet sich der Technologiekonzern in einer schlechten Verhandlungsposition: Im abgelaufenen Quartal hat Siemens ein Drittel weniger Handys verkauft als im Vorjahr. Immer mehr Mobiltelefone der Münchener bleiben in den Regalen liegen.

Es zeigt sich, dass Siemens das Handy-Geschäft unter eigner Regie nicht führen kann. Dem Konzern ist es zuletzt trotz vieler neuer Modelle und harter Sparmaßnahmen nicht gelungen, die Sparte auf Kurs zu bringen.

Dass Siemens in der Zusammenarbeit mit einem Partner die Führungsrolle abgeben muss, ist deshalb klar. Dazu kommt: Mit jedem neuen Quartalsverlust wird es schwerer, das Geschäft überhaupt noch an den Mann zu bringen. Besonders bitter für Siemens ist, dass der Konzern außer dem guten Markennamen momentan nicht viel zu bieten hat.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
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