Kommentar
MAN setzt auf die Deutschland AG

Showdown im Übernahmepoker MAN-Scania. Der Münchener LKW-Konzern legt wie angekündigt seine Übernahmeofferte für den schwedischen Konkurrenten vor. Der wird von der schwedischen Investor-Gruppe und dem VW-Konzern kontrolliert. Während Investor kategorisch abblockt und eine Gegenofferte für MAN in Aussicht stellt, hat VW den LKW-Konzernen eine Frist gesetzt, um sich friedlich zu einigen. Die läuft am Freitag mit der Aufsichtsratssitzung von VW ab. Damit entscheidet VW über das Schicksal des Münchener Mischkonzerns MAN. Und auch für VW steht viel auf dem Spiel, schließlich haben sie sich auch 20 Prozent von MAN gesichert. Die Wolfsburger wollen ihr brasilianisches Truck-Geschäft in die LKW-Ehe einbringen. Unterstützt VW die Münchener, dann bleibt Investor nur noch eine Sperrminorität bei Scania. Unterstützt VW Investor, liefe das auf eine feindliche Übernahme eines deutschen Großkonzerns mit Hilfe von Volkswagen hinaus. Das wäre beispiellos. Ohne die Zustimmung des Landes Niedersachsen und vor allem der Arbeitnehmer im VW-Aufsichtsrat geht nichts – das weiß MAN-Chef Samuelsson nur zu gut. Politik und IG Metall werden zum besten Verbündeten der Münchener. Die Deutschland AG wird MAN am Ende nicht fallen lassen.

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