Kommentar
Marktkauf fehlt ein stimmiges Konzept

Erst Real, dann Wal-Mart, jetzt Marktkauf – Deutschlands SB-Warenhäuser, einst gefeierte Konsumtempel auf der grünen Wiese, werden immer mehr zu den Krisenherden des Einzelhandels.

Grund sind zum einen die steigenden Spritpreise. Sie halten die Verbraucher zunehmend von den meist langen Anfahrten an den Stadtrand ab. Auch beim Preisniveau fällt es den riesigen Verkaufsmaschinen schwer, im Wettbewerb mit Aldi, Lidl & Co. mitzuhalten.

Strategische Entscheidungen sind gefragt. Wal-Mart traf eine davon und verließ den deutschen Markt. Wettbewerber Real griff durch den jüngsten Zukauf nach der Marktführerschaft – und baut sich in Polen wie in Russland ein hoffnungsvolles Auslandsstandbein auf. Nur Edeka ist zum Thema wenig eingefallen. Die Tochter Marktkauf will nun 1 000 Mitarbeiter nach Hause schicken. Ein Konzept ist das nicht.

schlautmann@handelsblatt.com

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