Kommentar
Meister der Irreführung

Kim Jong Il bleibt sich treu. Über den Weg trauen kann man Nordkoreas „geliebtem Führer“ nicht. Keine 24 Stunden nach dem vertraglichen Verzicht auf Atomwaffen schiebt Pjöngjang Forderungen nach, die das ganze Paket wieder in Frage stellen.

Mit Tricks und Täuschungen hat Nordkorea die Welt immer wieder genarrt. Seit Jahren provoziert Kim die USA und seine Nachbarn mit rabiaten Forderungen, mit dem Bruch von Verträgen und dem Rausschmiss von Atominspekteuren. Was das angebliche Einlenken Nordkoreas in der Atompolitik wirklich wert ist, können erst die nächsten Monate ergeben.

Nur wenn Pjöngjang wieder Inspektoren ins Land lässt und tatsächlich den Atomwaffensperrvertrag unterschreibt, darf von einem Durchbruch geredet werden. Zunächst sieht es allerdings wieder einmal so aus, als versuche Nordkorea, im Atompoker das Blatt bis zur letzten Karte auszureizen. Die USA, China und die anderen Teilnehmer der Sechs-Nationen-Gespräche brauchen starke Nerven, um die skurrilen Manöver Pjöngjangs durchzustehen.

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