Kommentar
MLP fängt sich langsam

Der Finanzdienstleister MLP scheint das Gröbste hinter sich zu haben. Die ersten Zivilprossesse von finanzgeschädigten Mitarbeitern und von Anlegern, die sich nach dem Bilanzskandal geprellt fühlen, dürften schon in diesem Herbst entschieden sein. Ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen zwei Kleinaktionären und MLP wurde sogar vom Bundesgerichtshof beendet. Im parallel laufenden strafrechtliche Prozess dürften die Akte allerdings noch Jahre beim Staatsanwalt liegen. So etwas belastet den Kurs und verunsichert vor allem ausländische Anleger.

Von den unschönen juristischen Verwicklungen abgesehen, steht MLP jedoch gar nicht so schlecht da: Ein starker Kundenstamm unter höher verdienenden Ärzten und Akademikern, eine Verkaufstruppe, die recht ordentlich ausgebildet ist, hinzu kommt eine Bevölkerungsentwicklung, die der privaten Altersvorsorge einen rasch wachsenden Markt verspricht. Das geplante zweistellige Umsatzwachstum scheint realistisch. Doch mit einem KGV von 24 ist die Aktie immer noch teuer.

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