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Kommentar: Neue Eskalationsstufe bei der SPD

Jetzt hat die SPD vollends das Maß verloren: Mit dem Titel „Nackte Profit-Maximierung gefährdet die Demokratie“ in Verbindung mit dem berühmten Victory-Foto von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, das die neueste Ausgabe der Parteizeitschrift „Vorwärts“ ziert, zündet die Berliner Linke die nächste Eskalationsstufe in der Kapitalismusdebatte.

Diese geschmacklose Personalisierung der Müntefering-Kampagne, diese gezielte Kriminalisierung eines einzelnen Managers, löst nicht nur in der Wirtschaft eine neue Schockwelle aus: Immer mehr Investoren fragen sich, wie weit die Partei der Reformagenda 2010 noch gehen will im Kampf gegen diejenigen, die vor und nach den SPD-Attacken möglichst viel investieren, möglichst hohe Steuern zahlen und möglichst viele Jobs schaffen sollen. Und: wie lange Schröder diesem gefährlichen Spiel noch tatenlos zusehen will.

Warum nur schießt sich die SPD immer wieder auf Ackermann ein? Man kann ja über seine Zukunftsstrategie für die Bank streiten, man kann auch seine Kommunikationspannen aufs Korn nehmen. An der Tatsache aber, dass er die einzige global agierende deutsche Bank wieder auf Kurs gebracht und damit Zehntausende Arbeitsplätze international wettbewerbsfähig und sicher gemacht hat, geht kein Weg vorbei. Für die Deutsche Bank gilt, was für alle Unternehmen gilt: Nur wer im Markt besteht, kann Gewinne machen und Steuern zahlen. Steuern, die auch SPD-geführte Regierungen dringend brauchen.

Es ist höchste Zeit, dass die SPD ihre verantwortungslose, wachstums- und arbeitsmarktfeindliche Amokfahrt beendet. Deutschland braucht keine Steckbriefe von Top-Managern, sondern eine sachliche Debatte über verantwortliches Handeln in der Wirtschaft – und vor allem in der Politik.

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