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Kommentar: Neuer BVB-Chef räumt auf

Neue Besen kehren gut, heißt ein Sprichwort. Im Fall von Borussia Dortmund muss man ergänzen: und besonders kräftig. Zwei Tage erst ist Hans-Joachim Watzke als Nachfolger von Gerd Niebaum neuer BVB-Geschäftsführer, und schon legt er die Misere des börsennotierten Fußball-Bundesligisten offen: Das Kapital der Aktionäre wäre ohne Sanierung Ende Juni 2005 zu 80 % aufgezehrt. Bis dahin muss der Verein 29,7 Mill. Euro zahlen. Geld, das nicht vorhanden ist. Dies belegt die Misswirtschaft unter Niebaum und Michael Meier (derzeit noch BVB-Geschäftsführer), die dem Aufstieg und Fall von „Klitschen“ der New Economy in nichts nachsteht. Kein Wunder, dass sogar der auf Fußballanleihen spezialisierte Londoner Finanzier Stephen Schechter seine Kontakte zum BVB abgebrochen hat.

Natürlich erhöht Watzke mit diesen Zahlen den Druck auf die BVB-Gläubiger, um in Verhandlungen eine erfolgreiche Sanierung hin zu bekommen. Klar ist aber auch: Dem „Kehraus“ wird der Verkauf von mehreren Stars wie z.B. Jan Koller und Tomas Rosicky folgen.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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