Kommentar
Obama ist zurück, aber noch nicht am Ziel

Der US-Präsident schlägt sich gut, sein Herausforderer auch. Die Entscheidung ist mit diesem TV-Duell jedoch nicht gefallen, denn drei Wochen vor der Wahl ist noch alles möglich.
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New YorkEr ist angriffslustig, schlagfertig und hat eine positive Ausstrahlung. Das ist Barack Obama, wie man ihn kennt. Und dieser Barack Obama war am Dienstagabend beim Fernsehduell gegen Mitt Romney zu sehen.

Der US-Präsident hat seine Fehler aus der ersten Debatte wieder ausgebügelt. Nach dem miserablen Auftritt Anfang Oktober hat er den Schwung zurück auf seine Seite geholt. Doch der ersehnte Durchbruch ist es nicht.

Auch Mitt Romney war gut. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hat das Millionenpublikum immer wieder daran erinnert, dass Obama die hohe Arbeitslosigkeit nicht in den Griff bekommen hat und viele seiner Versprechungen aus dem Wahlkampf 2008 nicht einlösen konnte. Doch Romney war in seinen Ausführungen zu negativ, ihm fehlte die positive Vision in seinen Antworten, um aus dieser Debatte als Sieger hervorzugehen.

Beide Kandidaten haben ihre jeweilige Parteibasis mobilisiert. Das ist wichtig, vor allem, um die vielen freiwilligen Helfer zu motivieren, die von Tür zu Tür gehen und ihre Abende mit Telefonaktionen verbringen. Doch ein großer Sprung in den Umfragewerten ist nicht zu erwarten.

Der Wahlkampf ist nach der zweiten Debatte dort, wo er vor der ersten war. Es bleibt ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schon morgen setzen Obama und Romney ihre Wahlkampftour durch die sogenannten Battlegroundstates fort, jene Staaten, die bei der Wahl eine zentrale Rolle spielen werden. Drei Wochen vor der Wahl ist noch alles möglich. Und jede Kleinigkeit kann die Entscheidung bringen. Am Montag schon ist das nächst TV-Duell.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

Kommentare zu " Kommentar: Obama ist zurück, aber noch nicht am Ziel"

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  • "Bisher waren alle amerikanischen Präsidenten eher Volksschädlinge"...
    Gehört so eine Formulierung noch als seriöse Meinung in den Bereich der Meinungsfreiheit oder wurde eher der Geschichtsunterricht versäumt?
    Alle Präsidenten dienten mehr oder weniger der Demokratie,insbesondere Präsident Roosevelt half massgebend, die Hitlerei zu zerstören, das Beste, was der Welt passieren konnte.

  • @bakerstreet
    Es geht mir nicht um Romney, der ist mir zu glatt um ihn wirklich einschätzen zu können.

    Aber diese ideologische und parteiische Überhöhung von Obama will mir nicht in den Kopf. Dahinter muss doch eine Agenda der europäischen Mainstream Medien stehen.

    Obama hat die Finanzkrise geerbt, sicher, aber er unterliegt dem Irrglauben aller Keysianer, das man strukturelle Verschuldungs-Krisen durch noch mehr Schulden und noch mehr Gelddrucken über die FED lösen kann.

    Er ist am Ende genauso Sklave des Wallstreet Geldadels wie Romney. Und schickt noch seinen FinMin Geithner um die Welt um die Wallstreet Agenda in aller Welt und vor allen im Euro-Europa zu verbreiten.

    Nun hat Deutschland auch noch seinen Wohlstand zu opfern, um den Euro bis zur Wiederwahl Obamas am Leben zu erhalten.

    @statesman
    Zustimmung

    Deswegen passt das Cartoon von Ben Garrison auch so gut auf beide Kandidaten:
    http://grrrgraphics.com/images/march_of_tyranny_bg.jpg

  • Ihr Zitat von Dick Faegler hilft Ihnen nichts.
    Sie wissen natuerlich auch ,das die USofA immer noch das Land der Moeglichkeiten ist.
    Dazu brauche ich nicht den Sharktank sehen ,sondern nur die teils fabelhaften Aufstiiege von Hotshot z.B. von Havard oder Princeton sehen.
    Aber es gibt auch die andere. Seite.
    Die Obdachlosen keine 500 m vom Whitehouse.Die leite in Missisipi und in Westvirginia..
    Die Leute die sich keine Krankenversicherung leisten koennen und in den ER gehen muessen.
    Da gibt es noch viel zu erzaehlen.
    Wir lassen uns nicht den Kopf von FoxNews C.Krauthammer ,Mr Beck vernebeln.
    Und schon gar nicht von Mitt Romney uund seinen GOP "Freunden".
    Dieser Wendehals moechte nur seinen Ehrgeiz befriedigen,weil er nun endlich dran ist.
    Ob er was wenden kann ,muss er noch beweisen.
    Das die jungs in DAB in Zukunft noch Beschaeftigung haben ,ist ziemlich sicher.
    Wenn sie in den USA wohnen wissen sie was ich meine.

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