Kommentar
Olympischer Alptraum

Aus der Traum. Die Olympischen Spiele 2012 finden nicht in Leipzig statt. Das IOC in Lausanne hat entschieden - und Deutschland sollte darüber erleichtert aufatmen. Statt lange über verpasste vermeintliche Chancen zu lamentieren, müssen wir schnellstens wieder in der Wirklichkeit des Jahres 2004 ankommen. Und die sieht nun einmal trist genug aus: Auch und gerade in den neuen Ländern.

Die derzeitige Diskussion um mögliche Kürzungen der Ost-Förderungen zeigen dies mehr als deutlich: Die Zeiten, in denen sich Deutschland Prestigeprojekte, wie sie Olympische Spiele nun einmal sind, leisten konnte, sind lange vorbei. Und sie werden auch so schnell nicht wieder kommen. Schon heute kann dieses Land nur mit Mühe die nötige Verkehrs-Infrastruktur beispielsweise für die Fußballweltmeisterschaft 2006 stemmen. Und noch immer versuchen Politiker, sich im Glanz solcher Milliarden schweren Investitionen zu sonnen. Brot und Spiele hieß dies früher einmal. Bezahlen müssen es am Ende unsere Kinder und Enkelkinder.

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